+
Hans Heinrich Driftmann,  Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, warnt vor Steuererhöhungen.

Wirtschaftsverbände warnen vor Steuererhöhungen

Berlin - Die Forderungen der SPD nach Steuererhöhungen stoßen bei führenden Wirtschaftsverbänden auf massiven Widerstand.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, warnte die Koalitionspartner Union und SPD in der “Bild“-Zeitung vor höheren Belastungen nach der Bundestagswahl. “Mit Steuererhöhungen kann man keine Krise bekämpfen. Das kostet Ausbildungs- und Arbeitsplätze“, sagte Driftmann dem Blatt.

Der DIHK-Chef warnte vor allem vor weiteren Belastungen für Familienbetriebe. Steuererhöhungen erschwerten den Weg aus der Krise, “weil das Geld an den Fiskus geht und für die Rückzahlung von Krediten fehlt“.

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, warnte ebenfalls vor Steuererhöhungen und verlangte, Union und SPD dürften “das Ziel einer umfassenden Steuerreform nicht aus den Augen verlieren“. Kentzler schlug als ersten Schritt eine Abmilderung der Steuerprogression vor. “Damit werden gerade kleine Betriebe, ihre Inhaber und Mitarbeiter steuerlich entlastet“, sagte der ZDH-Chef der “Bild“-Zeitung.

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) machte sich ebenfalls für niedrigere Steuersätze stark. Verbandspräsident Anton Börner sagte dem Blatt: “Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise kann kein Freifahrtschein für die Zementierung reformbedürftiger Strukturen sein.“ Mehr Modernität mit weniger bürokratischen Regulierungen und niedrigeren Steuersätzen für alle Steuerzahler blieben erforderlich, damit von Investitionen auch Impulse auf Konsum und Binnenwirtschaft ausgehen könnten.

AP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Verhängen die USA im Handelsstreit mit der EU hohe Sonderzölle auf Autos? Diese Frage sorgt seit Monaten für Nervosität - vor allem Deutschland bangt wegen der großen …
EU bereitet Maßnahmen gegen mögliche US-Autozölle vor
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. …
Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Ein Google-Team entwickelt laut einem Medienbericht eine komplett neue Software, die auch als Ersatz für das dominierende Smartphone-System Android gedacht ist.
Google soll komplett neuen Android-Nachfolger entwickeln
Dax weitet Verluste aus
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Donnerstag seine Verluste ausgeweitet. Zum Handelsschluss blieb der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,62 Prozent auf …
Dax weitet Verluste aus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.