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Wohin mit Sondermüll?

Entsorgungstipps

Wohin mit dem Sondermüll?

Ob Abflussreiniger, Batterien aus der Fernbedienung oder alte Computer – nicht alles, was in privaten Haushalten als Müll anfällt, gehört in die Abfalltonne. Wir erklären, wo Sondermüll am besten entsorgt werden kann.

Sondermüll nennt man all die Abfälle, die speziell entsorgt werden müssen, da sie eine besonders große Gefahr für die Gesundheit und die Umwelt darstellen. Dass sie nicht in die normale Hausmülltonne gehören, darauf sollen entsprechende Warnhinweise auf den Produkten aufmerksam machen. So stehen das Symbol „toter Fisch/toter Baum“ für umweltgefährdende und ein Totenkopf für giftige Inhaltsstoffe. Batterien sind mit einem Zeichen, bestehend aus einer durchgestrichenen Mülltonne, als schadstoffhaltig gekennzeichnet.

Batterien und Akkus

Der Handel ist zur kostenlosen Rücknahme von Batterien und Akkus verpflichtet, auch wenn keine neuen gekauft werden. Das gilt allerdings nur für die Batterietypen, die auch im Sortiment geführt werden. Auch die Kommunen müssen kostenlose Sammelstellen für die ausgedienten Energiespender anbieten. Dort können auch Geräte mit eingebauten Batterien entsorgt werden.

Wer Starterbatterien aus dem Auto abgibt, braucht das Portemonnaie ebenfalls nicht zu zücken, denn auch deren Rücknahme ist kostenlos, informiert die Verbraucherzentrale Bayern. Wird beim Kauf einer neuen Batterie jedoch keine alte abgegeben, muss der Händler 7,50 Euro Pfand verlangen.

Altmedikamente

Nicht mehr benötigte oder abgelaufene Medikamente sollten in der Apotheke zurückgegeben werden. „Man darf sie zwar auch im Restmüll entsorgen“, erklärt Thomas Metz, Sprecher des Bayerischen Apothekerverbandes, „dort besteht aber die Gefahr, dass Kinder damit in Kontakt kommen“, warnt er. Auch der Umwelt zuliebe sollte der normalerweise kostenlose Service der Apotheken genutzt werden.

Altöl

Beim Kauf von Öl für Motoren und Getriebe können gebrauchte Öle bis zur gekauften Menge kostenlos zurückgegeben werden. Das gilt auch für Ölfilter oder andere anfallende ölhaltige Abfälle. Zur Sicherheit sollte die Kaufquittung aufbewahrt werden, da die Rücknahme des Altöls nicht an einen sofortigen Neukauf gebunden ist, rät die Verbraucherzentrale. Darüber hinaus nehmen Wertstoffhöfe Altöle an; dies kann allerdings wie in München kostenpflichtig sein (2,99 Euro je Liter).

Leuchtmittel

Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren enthalten Quecksilber. Sie gehören also nicht in die Mülltonne, sondern zum Elektroschrott und können bei den kommunalen Sammelstellen wie Recyclinghöfen oder Sondermüllannahmestellen kostenlos abgegeben werden. Zudem bieten einige Händler freiwillig eine kostenlose Rücknahme an.

Computerschrott

Alte Computer dürfen nicht über die Mülltonne entsorgt werden. Jede Kommune ist gesetzlich verpflichtet, eine kostenlose Sammelstelle für Elektro- und Elektronikgeräte einzurichten. Zusätzlich wird teilweise ein Hol-System angeboten, zum Beispiel über die kostenpflichtige Sperrmüllbestellung (München: 27 Euro). Ohne Gebühren nehmen einige Computerhersteller und -händler Geräte zurück. Wer seine Daten vor fremden Zugriffen schützen will, sollte vor der Entsorgung die Festplatte ausbauen, öffnen und die Datenplatten mit der Schere zerschneiden, rät das Computermagazin „Chip“.

Renovierungsabfälle

Farben, Lacke, Pinselreiniger oder angerührter Tapetenkleister haben im Abwasser nichts zu suchen und müssen zu den städtischen Sondermüll-Sammelstellen gebracht werden. Tapetenreste und eingetrocknete Dispersionswandfarbe können dagegen im Hausmüll entsorgt werden.

Chemikalien

Die meisten Spezialreiniger, Gartengifte und Haushaltschemikalien müssen über den Sondermüll entsorgt werden. Dazu zählen unter anderem Abflussreiniger, Sanitärreiniger, Terpentin, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Schmierfette und Rostschutzmittel.

Anlaufstellen

Viele Sondermüllarten können an kommunalen Sammelstellen und Wertstoffhöfen abgegeben werden. Fragen dazu beantwortet das jeweilige Umwelt- oder Ordnungsamt. Eine Übersicht über die Entsorgungsmöglichkeiten aller bayerischen Landkreise bietet die Homepage www.abfallratgeber-bayern.de.

Fragen über zu entsorgende Medikamente beantwortet der Bayerische Apothekerverband telefonisch unter 089/99 83 820.

In einigen Städten und Gemeinden gibt es Schadstoff- oder Giftmobile, bei denen Farben, Medikamente und Haushaltschemikalien abgegeben werden können. Infos über Haltestellen und Termine hat die zuständige Kommune.

Allgemeine Infos zum Thema Sondermüll gibt das Umweltbundesamt auf www.umweltbundesamt.de

Von Diana Millgramm

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