Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter von dm erheben schwere Vorwürfe gegen die Drogeriekette.

Mobbing und Mitarbeiterüberwachung

Schwere Vorwürfe gegen dm: So reagiert das Unternehmen

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München - Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der Drogeriekette dm erheben schwere Vorwürfe. Nun hat sich die Leitung des Konzerns dazu geäußert.

Das bislang gute Image der Drogeriekette dm bekommt im Moment einige Risse: Nachdem der Gründer von dm seinen langjährigen Geschäftspartner von der bio-Firma Alnatura vor dem Landgericht Frankfurt verklagt hat, gibt es nun von einer anderen Seite schwere Vorwürfe gegen die Geschäftsleitung von dm.

Das Aushängeschild der Firma, die Mitarbeiter, fühlen sich dort anscheinend zunehmend unwohl. Ein ehemaliger Filialleiter von dm berichtet im Handelsblatt von Mobbing einer Vorgesetzten, welches letztlich sogar zu Erschöpfungsdepressionen geführt haben soll.

dm-Mitarbeiter berichten in Blog von Schikanen

Auch andere Angestellte von dm erheben Mobbingvorwürfe, berichten von schikanierenden Chefs und schlechten Arbeitsbedingungen. Die Wirtschaftsermittlerin Silvia Tito sammelt in ihrem Blog "dm-Mobbing gegen Mitarbeiter" die Erzählungen vieler aktuell und früher bei dm Beschäftigter. Diese berichten anonym von mutmaßlichen Schikanen der Vorgesetzten, die sie psychisch an die Grenze des Belastbaren bringen.

Tito äußerte sich gegenüber Focus Online, dass sich inzwischen schon bis zu 30 Angestellte bei ihr gemeldet hätten - Tendenz steigend. Sie bezeichnet einige Fälle als besonders schlimm. und: "es werden täglich mehr." Mit ihrem Blog verfolgt sie das Ziel, die Vorwürfe direkt an dm-Gründer und Chef Götz Werner heranzutragen.

Einige Mitarbeiter zeichnen laut Focus Online auch ein düsteres Bild von der Zukunft: "Wenn das so weitergeht, endet dm bald wie Schlecker." Eine Mitarbeiterin habe nach einem Krankheitsfall wochenlang sechs Tage durcharbeiten müssen. In einer anderen Filiale soll der Leiter die Angestellten durch eine Stoppuhr unter Druck gesetzt haben, indem er angeblich per Überwachungskamera überprüfte, ob diese auch effektiv arbeiten.

dm-Leitung will Vorwürfe überprüfen

Die Geschäftsführung von dm gibt sich über diese harten Vorwürfe schockiert. Christian Harms, der sich bei der Drogeriekette um Mitarbeiterbelange kümmert, gegenüber Focus Online: "Videobilder in unseren dm-Märkten dienen nicht der Überwachung von Kolleginnen und Kollegen, sondern der Diebstahlprävention und auch präventiv der Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden und der Mitarbeiter."

Gleichwohl nehme man die Vorwürfe ernst und wolle diese überprüfen. "Wenn in einem sozialen Miteinander eine Schieflage entsteht und diese den filialbegleitenden Führungskräften bekannt wird, dann gibt es immer die Notwendigkeit, diesen Vorkommnissen entgegenzuwirken", so Harms.

bix 

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