Mobil Telefonieren: Kontrolle über die Kosten mit Prepaid-Handys

- Viele Handy-Nutzer lesen mit Schrecken ihre Telefonrechnung. Um die Übersicht zu behalten und vor allem um die Kosten zu begrenzen, kann man mit vorausbezahlten Gebühren, den sogenannten Prepaid-Tarifen telefonieren. Diese Angebote gibt es beim Discounter, aber auch bei den Netzbetreibern.

Billiganbieter

Die Billiganbieter im Mobilfunk verkaufen SIM-Karten über das Internet oder über Kioske, Tankstellen oder andere Geschäfte. So gibt es bei Supermärkten wie Aldi, Penny und Plus oder bei dem Kaffee-Filialisten Tchibo oder dem Drogeristen Schlecker in Kooperation mit einem Netz-Betreiber oder Provider SIM-Karten mit eigenem Tarif-Namen. Die Angebote sind unter 20 Euro zu haben, allerdings mit unterschiedlichen Startguthaben. Die Startpakete kosten zwischen 15,50 und 19,99 Euro und enthalten ein Gesprächsguthaben von bis zu zehn Euro. Die Discountertarife sind deutlich günstiger als fast alle Laufzeitverträge und alle anderen vorbezahlten Karten. Telefongespräche kosten im Inland pro Minute zwischen 14 und 18 Cent, netzinterne Anrufe gibt es ab vier Cent.

Kaum Service

Die günstigen Preise gibt es aber bei den Discountern nur mit geringen Serviceleistungen. Eine Beratung im Handy-Shop ist bei den Billigfunkern ebenso wenig drin wie eine Papierrechnung. Anrufe bei der Kunden-Hotline kosten Geld, und bei einigen muss man das Handy-Konto übers Internet verwalten. Die Billigheimer verzichten dafür auf monatliche Grundgebühren.

Netzbetreiber

Auch die Netzbetreiber E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone bieten SIM-Karten mit reduzierten Gesprächskosten über das Internet an. Sie verlangen bei ihren Prepaid-Karten jedoch zwischen 29 und 79 Cent je Minute.

Handy kostet extra

Handys gehören, anders als bei Laufzeitverträgen, nicht dazu. Preiswerte Mobiltelefone sind auch ohne Vertragssubvention schon ab 50 Euro zu haben. Wer kräftig Telefonkosten spart, hat die Handy-Investition also schnell wieder reingeholt.

Kostenkontrolle

"Mit den Prepaid-Tarifen haben die Kunden zumindest die Kosten unter Kontrolle, denn telefoniert wird nur, so lange auch bezahlt ist", begrüßt Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale die Discount-Tarife. Aufladen können die Kunden ihre Handy-Konten durch den Kauf von Wertkarten, per Lastschrift, Überweisung oder mit Kreditkarte. Vor dem Kauf sollte man sich erkundigen, auf welche Zahlweise der Wunsch-Anbieter setzt. Wem das ständige Aufladen zu umständlich ist, der kann einen automatischen Aufladeservice aktivieren. Fällt das Guthaben unter einen vereinbarten Betrag, lädt der Discounter das Konto per Lastschrift oder Kreditkarte wieder auf. Der Kunde wird dann per E-Mail oder SMS über die Aufladung informiert, so dass die Kosten im Blick bleiben.

Schneller Wechsel

Ein großer Vorteil der Prepaid-Anbieter ohne Vertragsbindung ist die Freiheit, jederzeit zu wechseln. Mobil-Telefonierer, die ihre Nummer behalten möchten, können sie zu einigen Anbietern mitnehmen. Simply und Callmobile bieten Rufnummer-Portierung an. Beim alten Anbieter werden dafür aber 25 Euro fällig. Zu Simyo kann die alte Nummer nicht mitgenommern werden, allerdings kann eine Simyo-Nummer zum nächsten Anbieter mitgenommen werden. Durch die geringere Gesprächsgebühr ist dieses Geld allerdings schnell wieder drin.

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