Mobilfunk beschert der Telekom Rekordergebnis

- Bonn - Der Mobilfunk bringt die Kassen der Deutschen Telekom kräftig zum Klingeln, während das Festnetzgeschäft schrumpft. Mit einer zweistelligen Steigerung des operativen Ergebnisses glich die international expandierende Tochter T-Mobile im ersten Halbjahr 2005 Rückgänge im Festnetz-, Online- und Firmenkundengeschäft mehr als aus. Unter dem Strich erzielte der Konzern einen Gewinnsprung von 61,5 Prozent auf fast zwei Milliarden Euro. Der drastische Anstieg geht aber vor allem auf Abschreibungen für US-Mobilfunklizenzen im Vorjahr zurückgeht. Bereinigt stieg der Überschuss um zwei Prozent.

Die T-Aktie gehörte zu den größten Verlierern im Dax. Analysten hatten einen noch höheren Gewinn des Konzerns erwartet.

Vorstandschef Kai-Uwe Ricke zeigte sich nach dem milliardenschweren Erwerb der österreichischen Mobilfunkgesellschaft Telering offen für weitere Zukäufe. Vom Sparkurs werde der Konzern nicht abweichen. Nach Angaben aus Branchenkreisen prüft die Telekom einen Erwerb des britischen Mobilfunkkonzerns O2. Ricke lehnte einen Kommentar dazu ab.

Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr dank des Wachstums im Mobilfunk um drei Prozent auf 29,1 Milliarden Euro. Dabei spielten Zukäufe im Ausland eine große Rolle. So wurde Ende 2004 das Mobilfunkgeschäft in der Slowakei in die Bilanz aufgenommen. In Deutschland ging der Umsatz des Bonner Konzerns leicht um 0,6 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro zurück. Tiefe Spuren hinterließ der verschärfte Wettbewerb im Bereich Breitband/Festnetz mit einem Umsatzrückgang von 4,5 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro.

Ricke will nun mit einem Festnetz-Handy gegensteuern und damit die Abwanderung von Festnetzkunden zur Konkurrenz stoppen.

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