+
Der Bieterkampf um neu verteilte Mobilfunkfrequenzen in Deutschland ist beendet.

Mobilfunk-Frequenzauktion: Enttäuschendes Ergebnis

Mainz - Der Bieterkampf um neu verteilte Mobilfunkfrequenzen ist beendet. Mit einem für die Regierung enttäuschenden Ergebnis. Was dabei herausspringen soll:

Nach 224 Runden seien insgesamt 4,38 Milliarden Euro geboten worden, teilte die Bundesnetzagentur am Donnerstag in Mainz mit. Das ist nur die Hälfte des Betrags, den Analysten erwartet hatten. Die Auktion zog sich über fast sechs Wochen hin. Die spektakuläre UMTS-Auktion vor zehn Jahren hatte gut 50 Milliarden Euro in die Staatskassen gespült.

An der Versteigerung nahmen die vier Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und 02 Telefónica teil. Insgesamt wurde ein Paket von 360 Megahertz versteigert - mehr als doppelt so viel wie bei der UMTS-Auktion vor zehn Jahren.

Handy-Tipps für den Urlaub

Handy-Tipps für den Urlaub

Die Frequenzen sollen unter anderem dazu genutzt werden, um Internetverbindungen auf dem Land auszubauen. Außerdem wollen die Mobilfunkanbieter ihre Netze für mobile Datendienste wappnen.

Besonders begehrt war die sogenannte Digitale Dividende, Frequenzen die durch die Umstellung des Rundfunks auf Digitaltechnik frei geworden sind.

Für diese Frequenzblöcke im Bereich von 800 Megahertz wurden bis zuletzt die höchsten Gebote abgegeben. Letztlich sind aber nur drei Betreiber in dem Bereich zum Zuge gekommen. E-Plus ist leer ausgegangen.

Am meisten bot Vodafone mit 1,43 Milliarden Euro, gefolgt von Telefónica O2 mit einem Gesamtgebot von 1,38 Milliarden Euro. Die Telekom gab Gebote von 1,3 Milliarden Euro ab. Am günstigsten kam E- Plus mit 283 Millionen Euro weg.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Reisemangel ja oder nein? - BGH verhandelt zu Reiserücktritt
Nach China reisen und aus heiterem Himmel zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten nicht besuchen dürfen? Das geht gar nicht, fanden zwei Kunden eines Reisebüros und …
Reisemangel ja oder nein? - BGH verhandelt zu Reiserücktritt
EU-Rechnungsprüfer: EZB-Bankenaufsicht weist Mängel auf
Brüssel (dpa) - Die zentrale Aufsicht über mehr als 100 systemrelevante Banken in Europa weist nach einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs Mängel auf.
EU-Rechnungsprüfer: EZB-Bankenaufsicht weist Mängel auf
Inflation 2017 auf höchstem Stand seit fünf Jahren
Verbraucher in Deutschland müssen für Energie und Nahrungsmittel tiefer in die Tasche greifen. Die Zeiten der Mini-Inflation scheinen vorerst vorbei.
Inflation 2017 auf höchstem Stand seit fünf Jahren
Bitcoin rutscht auf unter 12.000 Dollar
Frankfurt/Main (dpa) - Die umstrittene Digitalwährung Bitcoin hat am Dienstag erneut einen schweren Kurseinbruch verzeichnet. Marktbeobachter sprachen von einer starken …
Bitcoin rutscht auf unter 12.000 Dollar

Kommentare