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Mobilfunker O2 will UMTS alleine stemmen

- München - Der kleinste der vier Mobilfunkanbieter in Deutschland, O 2, will mit einem UMTS-Handy ab Juli seine Aufholjagd weiter vorantreiben. O 2 Germany, eine Tochter der britischen MM O 2-Gruppe, habe in den letzten Jahren um durchschnittlich 25 Prozent zugelegt, erklärte Rudolf Gröger, Deutschlandchef von O 2 in München. Im Geschäftsjahr 2003/04 (31. März) habe O 2 im Inland 100 neue Arbeitsplätze geschaffen, heuer würden noch einmal 300 dazukommen. 2000 der 3500 O 2-Beschäftigten arbeiten in München.

Dieses Geschäftsjahr sei das bisher erfolgreichste gewesen. "Unseren Marktanteil nach Kunden haben wir auf jetzt neun Prozent erhöht", sagte Gröger. Knapp sechs Millionen Kunden - 1,2 Millionen mehr als vor einem Jahr - telefonierten mittlerweile mit O 2 mobil.<BR><BR>Eine Zusammenarbeit mit dem nächstgrößeren Wettbewerber E-Plus bei der teuren UMTS-Technik sei "für uns kein Thema". Jedoch gestand der O 2-Chef ein: "Wir haben die kritische Masse zurzeit noch nicht erreicht." Diese läge bei etwa 10 Millionen Kunden in Deutschland. O 2 müsse und werde daher weiter wachsen. Marktführer T-Mobile und Vodafone bieten bereits UMTS-Handys an.<BR><BR>"O 2 Germany steht nicht zum Verkauf", sagte Gröger weiter. Ein Angebot des niederländischen Mutterkonzerns von E-Plus, KPN, im Februar sei zurückgewiesen worden.<BR><BR>Beim Umsatz wolle man innerhalb eines Jahres die Nummer drei E-Plus überholen. 2003/04 stieg der Umsatz von O 2 überproportional um 32 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg von 42,5 auf 324 Millionen Euro. Vor Steuern und Zinsen einschließlich der Abschreibungen für UMTS wies O 2 noch einen Verlust von 102 Millionen Euro aus.<BR><BR>Vor allem bei der Profitabilität wolle sich O 2 weiter verbessern. Die Mehrheit, nämlich 58 Prozent der Kunden hätten einen Laufzeitvertrag. Das sei bedeutsam, weil diese Kunden im Schnitt viermal mehr Umsatz machten als jene, die den Mobilfunkservice vorher bezahlten, sagte Finanzchef Axel Salzmann. <BR>Seit März biete O 2 auch 50 000 Lieder zum Herunterladen an, in vier Wochen sollen es 100 000 sein. "Dazu müsste man nicht unbedingt UMTS haben, aber mit UMTS geht's halt noch schneller, bunter, lauter", sagte Gröger.<BR><BR>

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