Mobilfunk-Firma O2 investiert und schafft 500 neue Stellen

- München - Wegen eines unerwartet hohen Kundenwachstums verdoppelt der Münchner Mobilfunkbetreiber O2 annähernd seine Investitionen in die neue UMTS-Technik und baut hier zu Lande 500 Stellen auf. "Wir müssen in Netzqualität investieren", sagte Konzernchef Rudolf Gröger. Deshalb habe die britische Mutterfirma MMO2 ihrer Tochter bis zu 1,5 Milliarden Euro mehr als geplant zur Verfügung gestellt.

<P>Binnen fünf Jahren investiere O2 nun in Deutschland drei bis 3,5 Milliarden Euro in UMTS. Zugleich werde das Personal bis März 2005 auf 4000 Mitarbeiter aufgestockt. Ursprünglich hatte der kleinste heimische Mobilfunkbetreiber nur einen Aufbau von 300 Stellen geplant. </P><P>Zur Hälfte des Geschäftsjahres 2004/05, das kommenden März endet, seien die Umsätze um gut ein Viertel auf 1,3 Milliarden Euro gewachsen. Damit rangiere O2 nur noch 30 bis 50 Millionen Euro hinter E-Plus als hiesiger Nummer drei des Markts. "De facto sind wir auf Augenhöhe mit E-Plus", findet Gröger, der vor sechs Monaten angekündigt hatte, den Rivalen binnen neun bis zwölf Monaten umsatzmäßig vom dritten Platz hinter Telekom und Vodafone zu verdrängen. </P><P>Nach Kunden gerechnet sind die Bayern immer noch die klare Nummer vier des Markts, obwohl sie zum Halbjahr 700 000 neue Kunden dazugewonnen haben und so gerechnet nun auf 9,6 Prozent Marktanteil kommen. Das Wachstum sei bei O2 qualitativ besser als das von Konkurrenten, weil man den eigenen Umsatz pro Kunde in den vergangenen sechs Monaten um fünf Prozent auf 371 Euro per anno habe steigern können. Bei den drei Wettbewerbern sei dieser Wert gesunken oder er stagniere. Ablesbar sei der eigene Erfolg auch am zum Halbjahr um gut die Hälfte auf 244 Millionen Euro gestiegenen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, sagte Gröger. </P><P>Inklusive Abschreibungen auf die UMTS-Lizenz liege der Verlust bis Ende September unverändert bei 52 Millionen Euro. O2 werde in einem zunehmend von Preisrückgängen und Verdrängung gekennzeichneten Markt weiter wachsen, versprach Gröger. UMTS wird dazu seiner Einschätzung nach kurzfristig kaum beitragen. Im jetzigen Weihnachtsgeschäft entfielen auf die neue Technologie wohl nur zwei bis drei Prozent aller O2-Umsätze. Weihnachten 2005 werde dieser Wert aber auf 40 bis 50 Prozent anwachsen.</P>

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