Mobilität kostet Geld und Qualität

- Bei Computern kostet Mobilität nach wie vor Geld und verlangt vom Kunden Abstriche bei der Qualität. Dennoch sind tragbare Rechner wie Notebooks höchst beliebt. Im vergangenen Jahr fanden 2,3 Millionen von ihnen einen Käufer, bei PCs waren es nur 1,5 Millionen Stück.

Die Stiftung Warentest hat zehn Notebooks zum Preis von um die 1100 Euro geprüft. Erster Kritikpunkt:

Spiegelnde Displays

Hochtrabende Kunstwörter wie "Crystal Brite", "Super Bright Glare" oder "x-Black" suggerieren lediglich Fortschritte. Doch der ist laut Warentest nur bei gedämpftem Licht zu sehen. Nur dann sind diese Displays hell und brillant. Tatsächlich sparen die Hersteller und lassen die teure Antireflexschicht weg. Störende Spiegelungen sind oft die Folge. Acer, Apple, Asus, Lenovo und Toshiba schnitten in der Summe der Bildschirmprüfung noch am besten ab. Am Ende rangierten Fujitsu-Siemens und Hewlett-Packard. In deren Displays fanden die Warentester sogar Staubpartikel. Die winzigen Schmutzrückstände beeinträchtigen zwar nicht die Bildqualität, stehen aber auch nicht gerade für hohen Qualitätsanspruch in der Produktion.

Zweiter Kritikpunkt: Leistungsstärke

Trotz besserer Ausstattung waren kaum bessere Leistungen feststellbar. Die Stiftung Warentest sieht die Schuld beim neuen Betriebssystem Windows Vista. Dessen schicke Bedienoberfläche mit optischen Effekten wie durchsichtigen Fenstern bremst den Start von Programmen und lässt den Rechner träger reagieren. Von der Rückkehr zu Windows XP raten die Tester bei Notebooks dennoch ab: Das sei mühsam, hänge auf der Herstellerseite von vielen unwägbaren Faktoren ab und bringe angesichts dessen zu wenig Tempogewinn. "Wer den grafischen Schnickschnack von Windows Vista einfach abschaltet, fährt besser", so das Fazit.

Dritter Kritikpunkt: Akkus

Bei der Rechnerleistung heben sich die Notebooks von Acer, Asus, Fujitsu-Siemens, Samsung und Toshiba mit der Note "gut" hervor. Ihnen geht aber wie den meisten anderen im Akkubetrieb schnell die Luft aus. Die Notebooks von Asus, Fujitsu-Siemens und Samsung halten die von den Testern angelegte Messlatte von eineinhalb Stunden DVD-Wiedergabe nicht durch. Einziger mit "gut" im Akku-Test war das MacBook von Apple, das drei Stunden schaffte.

Der Trost

Zwei von drei Notebook-Besitzern wollen auf ihren Rechnern im Internet surfen, e-mailen, einkaufen ­ zum Beispiel Musik ­ Bankgeschäfte erledigen oder nützen sie für Internet- und Videotelefonie. Dafür, so "Test", taugen alle Notebooks. Auch der Preisvorteil von stationären Rechnern ("gute" gibt es um 750 Euro) schmilzt schnell dahin, wenn man die Kosten für das Computerdisplay miteinrechne.

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