Modekonzern Escada macht bessere Figur

- Aschheim - Deutschlands größter Damenmodekonzern Escada macht nach tiefgreifender Sanierung jetzt wieder bessere Geschäfte. "Der Escada-Dampfer gewinnt zunehmend an Fahrt", sagte Konzernchef Wolfgang Ley in München. Die Nachfrage nach den Kollektionen sei sehr gut. Daher sei der Konzern nach Zuwächsen im laufenden Geschäftsjahr auch für 2005/06 optimistisch.

In den ersten neun Monaten 2004/05 (31. Oktober) steigerte der Konzern den Umsatz um 2,6 Prozent auf 462,6 Millionen Euro. Besonders gut entwickelte sich die Kernmarke Escada mit einem Zuwachs von 4,6 Prozent. Auch im Gesamtjahr sollen die Erlöse leicht zulegen. Zuletzt gelang es Escada laut Ley, verstärkt Waren zu vollen Preisen in den eigenen Läden zu verkaufen. Zudem profitierte der Konzern von seiner Schlankheitskur in den vergangenen Jahren, mit der die Kosten deutlich gedrückt wurden.

In den ersten neun Monaten erzielte Escada so unter dem Strich einen Gewinn von 9,6 Millionen Euro nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich um 11,9 Millionen Euro auf 45,6 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr hatte Ley einen Anstieg des Ebitda (Vorjahr: 47,3 Mio.) um mindestens zehn Millionen Euro angekündigt. Dies wird nun spürbar übertroffen, da auch im vierten Quartal Gewinne erzielt werden sollen. Die Aktionäre sollen in Form einer kleinen Dividende von dem Erholungskurs profitieren.

Ein Einstieg in das Geschäft mit Männermode ist derzeit bei Escada weiterhin kein Thema. Dagegen will Escada verstärkt als Ausstatter bei Großereignissen wie Premieren und Bällen auftreten.

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