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Der Modelleisenbahn-Hersteller Fleischmann hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Hoffen auf Neustart

Modellbahn-Hersteller Fleischmann beantragt Insolvenz

Heilsbronn - Der Modelleisenbahn-Hersteller Fleischmann hat einen Insolvenzantrag gestellt - und will auf diese Weise einen erfolgreichen Neustart hinlegen.

Die bisherige Firmenführung will dabei das Unternehmen im Rahmen einer Insolvenz in Eigenverwaltung wieder aufs Gleis setzen, wie Firmensprecher Michael Prock erläuterte. Einen entsprechenden Antrag habe das in Heilsbronn sitzende Unternehmen beim Amtsgericht Ansbach gestellt, teilte die Salzburger Mutterfirma Modelleisenbahn Gruppe am Dienstagabend mit.

Nach Procks Angaben haben vor allem die hohen Pensionslasten zur Überschuldung von Fleischmann geführt. „Die verbliebenen 33 Mitarbeiter von Fleischmann am Firmensitz sind nicht in der Lage, die Betriebspensionen von mehr als 600 ehemaligen Mitarbeitern zu erwirtschaften“, sagte Prock. Nach der Fleischmann-Insolvenz übernehme die Zahlungsverpflichtungen künftig der Pensions-Sicherungs-Verein PSVaG. Ein weiterer Personalabbau sei bei Fleischmann im Rahmen der Insolvenz nicht geplant.

Am Standort Heilsbronn (Landkreis Ansbach) werden die Fleischmann-Bahnmodell entwickelt und konstruiert. Neben Fleischmann gehört zu der Salzburger Modelleisenbahn Gruppe auch die Firma Roco. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Münchner Anwalt Maximilian Breitling bestellt. Er werde bis zum Abschluss des Insolvenzverfahrens als Mitgeschäftsführer von Fleischmann fungieren, sagte Prock.

dpa

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