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2017 mit einem Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro: Möbel Höffner kauft Finke auf.

„Nachfolgelösung für stabile Zukunft“

Höffner übernimmt Möbelhauskette und sticht XXXLutz aus - es gibt nur noch ein Hindernis

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Das Möbel-Unternehmen Höffner expandiert weiter. Die Schönefelder haben sich mit einer Kette aus der Branche über eine Übernahme geeinigt. Nun muss nur noch ein Hindernis überwunden werden.

Paderborn - Höffner schluckt Finke - das Möbelhaus aus dem brandenburgischen Schönefeld bei Berlin wird das ostwestfälische Familienunternehmen übernehmen. Das bestätigte Wilfried Finke, Inhaber des 900 Mitarbeiter beschäftigenden Möbeleinzelhandels. Noch muss die zuständige Kartellbehörde ihr Okay geben. Laut „WDR“ wird der Deal, dessen Details noch nicht bekannt sind, frühestens zum Ende des Jahres über die Bühne gehen. Ob der Verkauf negative Folgen für die Finke-Angestellten haben wird, ist noch nicht bekannt.

Höffner hat offenbar mindestens einen namhaften Interessenten ausgestochen. Noch am Freitagmorgen war in verschiedenen Medien von einer möglichen Einigung mit der österreichische Einrichtungshauskette XXXLutz berichtet worden, das sich anschickt den Marktführer in Deutshhland anzugreifen

Der Verkauf von Finke hatte sich seit Wochenbeginn angebahnt, weil der Inhaber in Interviews andeutete, dass eine Nachfolgeregelung innerhalb der Familie unwahrscheinlich sei. Nun hätte er „eine Nachfolgelösung gefunden, seine Unternehmensgruppe für die Zukunft stabil aufzustellen“. Höffner teilte mit, die Übernahme sei ein Schritt, um „die eigene Gruppe zu stärken und die jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit fortzusetzen“. Seit einiger Zeit pflegten Finke und die Berliner Krieger Gruppe, zu der Höffner gehört, eine Einkaufspartnerschaft. Diese läuft jedoch mit Jahresende aus.

Höffner macht zwei Milliarden Euro Umsatz im Jahr

Die Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG beschäftigt 6000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von zwei Milliarden Euro. Das Kernsortiment umfasst 100.000 Produkte. Auch mit den 19 Einrichtungszentren, die aus sechs Zentrallagern beliefert werden, zählt Höffner zu einem der Big Player der Branche in der Deutschland.

Wilfried Finke führt das von seinem Vater Franz Finke gegründete Unternehmen seit 1978. Insgesamt gehören der Gruppe mittlerweile 13 Häuser an, die auch unter den Namen Xara, Preis-Rebell oder Carré firmieren. Der Umsatz soll bei rund 300 Millionen Euro liegen. Dank Finkes finanzieller Zuwendungen schaffte der Fußball-Klub SC Paderborn, einst den Sprung in die Bundesliga. Noch heute unterstützt das Unternehmen den derzeit in der 2. Liga aktiven Verein. Wilfried Finke stand dem Klub mehr als ein Jahrzehnt als Präsident vor.

Lesen Sie auch: Ist Essen in Möbelhäusern wirklich so schlecht wie sein Ruf?

mg

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