Mögliche Zinswende in USA belastet die Aktienmärkte

- Frankfurt - Andeutungen der US-Notenbank Fed über eine bevorstehende Zinswende in den USA haben den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax schloss 1,31 Prozent schwächer mit 4095,71 Punkten.

"Es sieht mir nach rauerem Wetter an den Börsen aus", sagte ein Händler einer Schweizer Großbank. Die Enttäuschung über die Aussagen der US-Zentralbänker habe die Anleger zur Gewinnmitnahme getrieben. Der Kurs des Euro geriet unter Druck.

Besonders die Finanzwerte wurden durch die Nachricht belastet, die Commerzbank verhandele mit der angeschlagenen Schmidt-Bank über eine Zusammenarbeit. "Damit zerbröselt ein wenig die Fusionsfantasie bei den Banken", sagte ein Aktienhändler in Frankfurt. HypoVereinsbank-Aktien verloren als schwächster Dax-Wert 3,27 Prozent auf 20,71 Euro, Commerzbank gaben 1,56 Prozent auf 15,80 Euro nach. Auch der Kurs der Deutschen Bank büßte 1,79 Prozent auf 63,78 Euro ein.

Untersuchungen der EU-Wettbewerbsbehörde wegen des Verdachts auf Preisabsprachen bei Aufzugherstellern brachten Thyssen-Krupp unter Druck. Das Papier büßte 2,14 Prozent auf 16,49 Euro ein.

Nur zeitweise profitierten die T-Aktien von der Nachricht, die Telekom habe sich mit der britischen Virgin geeinigt und gebe die kostenträchtige Beteiligung zu einem symbolischen Preis ab. Bei Handelsschluss wurde die T-Aktie 0,37 Prozent schwächer mit 16,17 Euro notiert.

Die einzigen beiden Werte mit Kursgewinnen waren Tui und Deutsche Börse. Der Tui-Kurs erholte sich um 0,53 Prozent von seinen kräftigen Vortagsverlusten infolge von Sorgen wegen der Vogelgrippe. Zuletzt kostete die Aktie 18,85 Euro.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite auf 3,88 %.

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