Möllenberg bleibt Vorsitzender der NGG

- Magdeburg - Der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, ist für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Der 50-Jährige erzielte am Dienstag auf dem Gewerkschaftstag in Magdeburg mit 91 Prozent der Stimmen ein klares Ergebnis. Für Möllenberg votierten 173 der 190 stimmberechtigten Delegierten. Es gab keinen Gegenkandidaten.

 <P>Möllenberg führt die NGG seit November 1992 und ist dienstältester Vorsitzender einer DGB-Gewerkschaft. Die Organisation vertritt 238 000 Beschäftigte in der Ernährungsindustrie sowie im Hotel- und Gaststättenwesen.</P><P>Auf dem Gewerkschaftstag hatte Möllenberg soziale Gerechtigkeit bei den anstehenden Reformen gefordert und sich für die Einführung einer Luxussteuer in Deutschland ausgesprochen. "Wer sich einen Maybach leisten kann, dem würde es auch nichts ausmachen, ein paar Euro mehr in die Staatskasse zu zahlen", sagte er. Menschen, die genug Geld hätten, sollten Bildung und Kultur in diesem Land angemessen mitfinanzieren. Es sei sozial unausgewogen, die kleinen Leute immer stärker zu belasten. Auch über Erbschafts- und Vermögenssteuer müsse neu nachgedacht werden. "Wenn der Chef der Deutschen Bank ein Jahreseinkommen von acht Millionen Euro hat, kann er auch Vermögenssteuer zahlen", sagte der 50-Jährige.</P><P>Die Gewerkschaften rief er auf, mit einer Stimme zu sprechen. "Eine Spaltung der Gewerkschaftsbewegung in Traditionalisten und Modernisierer darf es nicht geben." Aus den Fehlern im Frühjahr dieses Jahres, als die Gewerkschaften unterschiedlich auf die Agenda 2010 reagierten, müsse man lernen. "Wir hätten hingehen und Gerhard Schröder den Schreibtisch umwerfen sollen", sagte der Gewerkschafter.</P><P>Möllenberg betonte erneut die Eigenständigkeit der zweitkleinsten DGB-Gewerkschaft. Kosten sparen und Mitgliederwerbung müsse ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Insbesondere beim Frauenanteil und bei der Zahl junger Mitglieder habe die NGG noch Nachholbedarf.</P>

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