Monster-Fernseher, Mini-Computer und Handys, die den Weg wissen

- Hannover - Zu Messebeginn hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel von Handy- und Computerherstellern einfach zu bedienende Geräte gefordert: "Wir brauchen einfache und bequeme Sachen, die dem gesunden Menschenverstand einleuchten." Doch die Hersteller mögen es auch heuer wieder kompliziert auf der Cebit und präsentieren Geräte mit allerlei Schnickschnack, aber auch interessante Erweiterungen, vor allem im Mobilfunk.

Handy für Problemzonen

Gesundheitsbewusste Zeitgenossen können mit dem Handy jetzt auch in Kommunikation mit ihrem eigenen Körper treten. Vodafone zeigt ein Handy mit Bio-Scanner, der den Fettanteil im Gewebe oder den Wasserhaushalt überprüft. Damit könnten auch gezielt die "Problemzonen am Po" untersucht werden, wirbt das Unternehmen. Der Scanner mit der Bezeichnung Biozoom ermittelt auch die persönliche Leistungsfähigkeit, indem das Enzym Cytochrom gemessen wird. Der gemeinsam mit Carl Zeiss in Jena entwickelte Bio-Scanner fürs Handy soll in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen.

Kamera und TV-Empfang

Auch Samsung packt immer mehr ins Handy: Der koreanische Elektronik-Konzern stellt Mobiltelefone mit einer 10-Megapixel-Kamera und mit einer 8 GByte fassenden Festplatte vor. Das Kamera-Handy B600 empfängt auch Sat-TV, die große Festplatte des Geräts i310 kann ebenfalls als externer Speicher für einen PC dienen.

Monster-Fernseher

Zwei neue Plasma- und drei neue LCD-Fernseher der Viera-Reihe hat Panasonic vorgestellt. Die Plasma-Geräte verfügen über eine Bildschirmdiagonale von 94 bzw. 106 Zentimetern und kommen im April in den Handel. Preise stehen noch nicht fest. Die neu entwickelten Plasma-Panels können den Angaben zufolge 29 Milliarden Farben und 3072 Graustufen darstellen. Die drei neuen LCD-Fernseher mit 80,66 bzw. 58,3 Zentimeter großer Bildschirmdiagonale und einem Betrachtungswinkel von 176 Grad kosten zwischen 1000 und 1700 Euro. Diese Geräte kommen noch im März in den Handel.

Mobil-PC

Mit dem "Ultra-Mobile-PC" startet Microsoft den nächsten Versuch, im Bereich der Mobil-Computer Fuß zu fassen. Der UMPC ist kleiner (Taschenbuchformat) und leichter (unter 900 Gramm) als ein traditionelles Notebook und enthält mehrere Eingabemöglichkeiten, so zum Beispiel Touchscreen (Berühren des Bildschirms), Stift oder seitlich angeordnetes Tastenfeld. Schnittstellen geben ihm die Möglichkeit, zusätzliche Eingabegeräte wie Maus oder Tastatur anzuschließen. Realisiert hat Microsoft den UMPC u.a. mit Samsung und dem Notebook-Hersteller Asus.

Navigation für Fußgänger

Navigationsgeräte sind nicht mehr länger Autofahrern vorbehalten. Auf der Cebit werden mehrere Möglichkeiten dafür vorgestellt, zum Beispiel im mobilen Softwaresystem für Handy oder PDA der Firmen Falk und Jentro. Es gibt auch in handliche Geräte integrierte GPS-Empfänger mit zusätzlichen Stadtinformationen. Die Geräte, die zum Beispiel der Anbieter Garmin präsentiert, können zusätzlich Musik und Hörbücher abspielen sowie Bilddateien anzeigen. Außerdem beherrschen sie Übersetzungen in mehrere Sprachen und die Umrechnung von Währungen. Eine Bluetooth-Schnittstelle macht die Geräte im Auto zudem zu Freisprecheinrichtungen beim Telefonieren.

Ein-Euro-Notebook

Handys für einen Euro gibt es schon länger, jetzt kommt das Notebook für einen Euro. Fujitsu-Siemens stellt in Kooperation mit T-Mobile ein Paket zusammen. Für einen Euro bekommt der Kunde das Notebook Amilo Pro V2035 mit einer Art Datenpauschaltarif. Es kostet 69 Euro pro Monat plus einen Euro pro Tag und hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Wer es edler mag, für den kommt das superflache Lifebook in Frage (Kostenpunkt: ab 3700 Euro).

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