MTU: Heuschrecke macht Kasse

- München - Nach knapp zwei Jahren hat der Finanzinvestor und frühere Mehrheitseigentümer KKR sein lukratives Engagement beim Münchner Triebwerkshersteller MTU beendet. Das verbliebene 29,3-Prozent-Paket sei an institutionelle Investoren veräußert worden, teilte die MTU Aero Engines Holding AG am Dienstag mit. KKR hatte MTU Anfang 2004 von Daimler-Chrysler übernommen und die Beteiligung beim Börsengang Mitte 2005 verringert.

Die Geschäfte laufen bei dem Triebwerksspezialisten derzeit gut. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr laut Mitteilung um gut zehn Prozent über dem Vorjahreswert von 1,9 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen sei von zuletzt 172 Millionen Euro um mehr als 30 Prozent gestiegen, hieß es.

Nach dem Ausstieg von MTU sind noch gut fünf Prozent der Aktien im Besitz des Managements, die übrigen Anteile sind nun im Streubesitz. "Mit der vollständigen Eigenständigkeit als börsennotiertes Unternehmen hat die MTU ein wesentliches Ziel erreicht", sagte MTUChef Udo Stark. Der MTU-Aktienkurs stieg am Dienstag um zwischenzeitlich mehr als sieben Prozent auf gut 28 Euro.

Für Kohlberg Kravis Roberts (KKR) hat sich das Engagement bei MTU ausgezahlt. Die US-Investoren hatten etwa 1,45 Milliarden Euro an Daimler-Chrysler bezahlt und einen großen Teil dieser Summe über das Unternehmen fremdfinanziert.

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