MTU: Neue Halle für eine Zukunftstechnologie

München – Der Münchner Flugmotorenbauer MTU baut seinen technischen Vorsprung in einem wichtigen Kompetenzbereich aus.

Die Verdichterscheiben in Flugzeugtriebwerken, die bislang meist aus Ring und Schaufeln zusammengesetzt werden, sollen in künftigen Triebwerksgenerationen nur noch aus einem Stück gefertigt werden. Das erhöht die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Verdichter, in denen die Luft vor der Verbrennung komprimiert wird und ermöglicht eine kompaktere und leichtere Bauweise. Im Gegenzug werden allerdings Reparaturen erschwert.

Trotz dieses Makels wird erwartet, dass sich die sogenannten „Blisks“ (das Wort ist eine Kurzform für Blade und Disk, den englischen Begriffen für Ring und Scheibe) im Triebwerksbau durchsetzen werden.

Für die Herstellung dieser Blisks, bei der MTU eine Vorreiterrolle einnimmt, baut MTU nun im Zentrum des Münchner Werks eine völlig neue Halle – das Kompetenzzentrum Blisk-Fertigung. Wo heute noch Büro-Container stehen, sollen ab 2012 jedes Jahr 3000 neue Blisks entstehen. Bisher wird bei MTU ein Fünftel dieser Menge an Blisks hergestellt. Das Investitionsvolumen für die insgesamt 8100 Quadratmeter große Halle, die noch erweitert werden kann, beträgt 20 Millionen Euro. Neue Arbeitsplätze sind mit ihr unmittelbar nicht verbunden. Doch hat MTU sein Personal auch in den letzten Jahren beständig aufgebaut und sucht weiter dringend Ingenieure.

Martin Prem

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