Müller: Bayerische Wirtschaft wächst 2008 mehr als zwei Prozent

München - Bayerns Wirtschaft wird nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Emilia Müller (CSU) in diesem Jahr trotz der konjunkturellen Abkühlung um mehr als zwei Prozent wachsen.

"Unsere Wirtschaft hat den zunehmenden weltwirtschaftlichen Risiken bislang gut standgehalten", sagte Müller am Montag in München. Sie erwarte deshalb auch in diesem Jahr eine Zwei vor dem Komma. "Bayern fährt beim Wachstum weiterhin auf der Überholspur." Im vergangenen Jahr lag Bayern mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8 Prozent gleichauf mit Hamburg und Baden-Württemberg an der Spitze der Bundesländer.

Bayern profitiere vor allem von dem starken Mittelstand, der 99,7 Prozent aller Unternehmen umfasse. "Der Mittelstand ist unser Stabilitätsanker", sagte Müller. Zahlreiche neue Arbeitsplätze seien zudem durch die Ansiedelung ausländischer Unternehmen entstanden. Besonders Firmen aus Indien und den USA schätzten die Rahmenbedingungen in Bayern, sagte Müller. Zu den größten Projekten ausländischer Unternehmen in den vergangenen Jahren gehörte die Eröffnung des europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrums des US-Konzerns General Electric in Garching. In Regensburg werde General Electric Aviation zudem eine Forschungseinrichtung für Turbinentechnologie ansiedeln.

Insgesamt sind nach Worten von Müller im Freistaat in den vergangenen fünf Jahren per saldo 180 000 neue Arbeitsplätze entstanden. Auch Existenzgründer haben dazu beigetragen: Allein im ersten Quartal 2008 seien 1200 neue Unternehmen gegründet worden.

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