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Die Pin-up-Mädchen auf den Müllermilch-Flaschen sorgen für Aufregung. Zumindest die Sorte Schoko-Milch.

#ichkaufdasnicht

Neues Design: Ist die Müllermilch rassistisch?

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Luxemburg - Neuer Tumult im Netz. Müllermilch bewirbt seine Schoko-Milch mit einer afroamerikanischen Dame auf der Flasche. Manch einer empört sich über diese Art von Rassismus.

Ein Aufschrei geht durch die deutschsprachige Netzwelt. Ziel der Hashtags #ichkaufdasnicht: Müllermilch. Das Unternehmen hat für einige Milch-Sorten ein neues weihnachtliches Design konzipiert. Im Stile der 50er-Jahre räkeln sich spärlich bekleidete Frauen auf den Flaschen der Marke. An sich eigentlich noch kein allzu großes Problem. Auf der "Vanille"-Müllermilch sitzt - passend zum Inhalt - eine Blondine im Weihnachtskleidchen auf einer Vanilleblüte, auf der Sorte "Nocciola Nuss" spielt eine Brünette mit einer Haselnuss und auf "Kiba" hocken passenderweise eine Rothaarige und eine Blondine im Kirsch-Bananen-Outfit.

Für die Schoko-Milch hat das Unternehmen eine afroamerikanische Schönheit mit einer Schokoladentafel auf dem Schoß gewählt. Fataler Fehler. Der politisch korrekte Teil der modernen Netzwelt hat damit ein Problem. Unter dem Hashtag #ichkaufdasnicht beschweren sich Kunden über diese ihrer Meinung nach rassistische Motiv-Auswahl.

Nutzerin "Loreatta" sagt: "Ich persönlich empfinde das als rassistisch. Umsatz dank solcher Fotos? #ichkaufedasnicht" und "Dennis Otte" findet die Motiv-Auswahl "sexistisch, rassistisch und für unsere Minderjährigen nicht zu empfehlen. #ichkaufdasnicht"

Das Unternehmen kann die Aufregung nicht verstehen. In einer Stellungnahme erklärt Müllermilch gegenüber dem Handelsblatt, dass sich die gewählten Motive in ihrer Optik an die Pin-up-Darstellungen der 50er-Jahre anlehnt. Sie "sind deshalb weitaus weniger freizügig als das, was seit einigen Jahren oftmals in Anzeigen, TV-Spots und quer durch alle Medienformen tagtäglich an nackter Haut zu sehen ist." So weit, so gut. Erklärt aber das dunkelhäutige Pin-up-Girl auf der Schokomilch noch nicht. Die Erklärung folgt dann aber doch noch: "Auch Rassismus in irgendeiner Form ist keinesfalls unsere Intention. Den gleichen, falschen Vorwurf müssten wir uns gefallen lassen, hätte wir auf die Figur der "Sharon Sheila Schoko" verzichtet und ausschließlich weiße Motive verwendet."

Da mag das Unternehmen vielleicht gar nicht so falsch liegen. Und bei Twitter finden sich auch immer mehr Nutzer, die die Aufregung nicht nachvollziehen können.

Twitter-Nutzer "Plaurasibel" schreibt zu den Vorwürfen nur: "Menschen, ihr habt die Werbung nicht verstanden. #ichkaufdasnicht" und "Kay" hat mit Humor auf die Aktion geantwortet: "Und wo ist eigentlich Schlumpfine! Auf die blaue Packung gehört Schlumpfine! Schlumpf-Rassismus ist das doch! #ichkaufdasnicht". Twitter-Nutzer "Ebsen" schreibt: "Ich hoffe alle die den #Müllermilch Schoko "Skandal" mit #ichkaufdasnicht kommentieren hatten nur keine Zeichen mehr für den Ironie "#" !"

mt

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