München bleibt führender Filmstandort

- München - München hat seine Stellung als führender Standort der deutschen Film- und Fernsehwirtschaft gefestigt. Die bayerische Landeshauptstadt liegt nach einer Studie der Wirtschaftsprüfung Ernst & Young mit 15 800 Beschäftigten klar an der Spitze - vor den anderen großen deutschen Filmstandorten Köln (14 500), Berlin (13 600), Hamburg (9000) und Leipzig (3800).

Laut der Untersuchung rechnet die Branche nach der Krise der vergangenen Jahre bundesweit mit einem Aufschwung: Mehr als vier Fünftel der Unternehmen erwarten demnach im laufenden Jahr ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr. Fast jeder dritte Betrieb plant, neue Mitarbeiter einzustellen, nur sechs Prozent wollen Stellen  abbauen. "Nach schwierigen Jahren ist die Talsohle durchschritten und die Branche richtet sich wieder auf Wachstum ein", sagte Sonja Moser von Ernst & Young und Autorin der Studie.

In München blicken die Unternehmen besonders optimistisch in die Zukunft, knapp die Hälfte der Befragten erwarten eine durchweg positive Geschäftsentwicklung innerhalb der kommenden zwölf Monate. Der Durchschnitt aller Standorte liegt bei einem Drittel.

Die Zufriedenheit mit dem Standort erreicht bei Münchner Filmschaffenden auf einer Skala von 1 bis 4 den Spitzenwert von 3,87 Punkten. "Entscheidend für die Entwicklung der zumeist kleineren Unternehmen ist die Umsatzentwicklung der großen TV-Sender an den jeweiligen Standorten", sagte Moser.

Der Umsatz der Branche mit bundesweit rund 9000 Unternehmen war vom Jahr 2000 mit 18,6 Milliarden Euro bis 2004 um rund 20 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro eingebrochen. Neuere Zahlen sind nach Angaben von Ernst & Young nicht zu erhalten. Die Studie basiert auf einer telefonischen Befragung von 480 Unternehmen der Filmwirtschaft.

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