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Airbnb.

Mehr Auskünfte

München sagt Airbnb & Co den Kampf an

Auch München will die Zweckentfremdung von Wohnungen als Ferienwohnungen bekämpfen und verlangt Zugeständnisse von Internetanbietern.

So fordert das Sozialreferat der Stadt von Portalbetreibern wie Airbnb, umfassende Auskunft zu Wohnungen, die insgesamt mehr als acht Wochen lang für Feriengäste angeboten werden.

„Wir haben Airbnb mehrfach gebeten, Lösungen zu entwickeln, damit illegale Zweckentfremdungen nicht unterstützt werden, und dazu auch konkrete Vorschläge gemacht“, sagt Sozialreferentin Dorothee Schiwy. „Passiert ist nichts.“ Deshalb fordert das Sozialreferat die Daten nun per Bescheid ein. Kommt Airbnb dieser Forderung nicht nach, werde ein Zwangsgeld von 300 000 Euro fällig.

Laut der Behörde werden in München immer mehr Wohnungen für Feriengäste über Internetportale angeboten. Um Zweckentfremdungen zu bekämpfen, setzt das Sozialreferat ein Sonderermittlungsteam ein. Mit Erfolg: 2017 wurden knapp 300 Wohnungen dem Markt wieder zugeführt und 850 000 Euro Bußgelder verhängt. Die Ermittlungen sind jedoch schwierig: Häufig sind auf den Portalen weder die genaue Wohnungslage noch ein voller Name des Anbieters angegeben. Der Nachweis für eine Zweckentfremdung muss deshalb über aufwendige Ermittlungen vor Ort erbracht werden. 2017 wurden dazu 21 000 Wohnungen untersucht.

München ist kein Einzelfall. Städte wie Berlin beklagten schon vor Jahren die massenweise Umwidmung von Wohnungen in Ferienunterkünften. Auch Hoteliers sind wenig begeistert über die meist viel preiswerteren Privatunterkünfte.

dpa

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