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München: Taxifahren wird teurer – Stadtrat beschließt Lkw-Maut

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Von: Klaus Vick

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Taxi-Schild auf dem Münchner Marienplatz.
Der Grundpreis für Taxifahrten in München steigt zum 1. Juni von 4,60 auf 5,30 Euro. © Taxi-München

Taxifahren in München wird teurer. Außerdem hat der Stadtrat eine wichtige Entscheidung für Wirte getroffen.

München – Der Grundpreis für Taxifahrten in München steigt zum 1. Juni von 4,60 auf 5,30 Euro. Der Kilometerpreis klettert von 2,10 auf 2,30 Euro. Erstmals gibt es einen „Reichweitentarif“, der die Kosten für Fahrgäste planbarer und transparenter machen soll. Besonders, wenn die Verkehrslage Staus erwarten lässt.

Auf diesen Tarif kann sich der Kunde auf Wunsch vor Antritt der Fahrt festlegen. Er beträgt für bis zu fünf Kilometer 20 Euro, für bis zu zehn Kilometer 34 Euro. Auf die Erhöhung der Preise hatte sich zuvor die Taxikommission verständigt. Im Stadtrat war man sich einig, dass diese angemessen ist. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach von einem Kompromiss. Nur Marie Burneleit (Die Partei) stimmte dagegen.

Münchner Stadtrat: Sondernutzungsgebühren für Lkw beschlossen

Unstrittig war auch, dass die während der Corona-Pandemie ausgesetzten Gebühren für die Nutzung von Freischankflächen nun von den Wirten wieder einkassiert werden können. Zudem bewilligte der Ausschuss, dass in diesem Sommer wieder in ausgewählten Straßen Stadtterrassen und Parklets entstehen können. Parklets bezeichnet die zeitweise Umgestaltung von Parkplätzen in Treffpunkte mit Sitzgelegenheiten, begrünte Oasen, Spielplätze oder Radabstellplätze. Zuvor hatte der Stadtrat bereits die beliebten Schanigärten dauerhaft genehmigt.

Neu ist, dass die Stadt künftig für Großraum- und Schwertransporter Sondernutzungsgebühren verlangt, weil die Straßen durch das hohe Gewicht der Lkw extrem belastet würden, wie es vom Kreisverwaltungsreferat (KVR) heißt. So ergibt sich zum Beispiel für einen Schwertransport zwischen 40 und 100 Tonnen eine Einzelgebühr in Höhe von 43,50 Euro. Für eine Dauererlaubnis von einem Jahr wären 1044 Euro fällig. Das KVR kalkuliert für das restliche Jahr 2022 mit Einnahmen in Höhe von einer Million Euro und in den Folgejahren von jeweils drei Millionen Euro. 

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