Münchener Rück bekräftigt Prognose

- München - Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück hat sein Renditeziel für das laufende Jahr bekräftigt und will die Aktionäre künftig stärker am Unternehmenserfolg beteiligen. "Wir streben eine Ausschüttungsquote von im Normalfall nicht unter 25 Prozent des Jahresgewinns an", erklärte Konzernchef Nikolaus von Bomhard am Montag in München. Die Kapitalausstattung des Unternehmens sei mittlerweile deutlich gestärkt.

2004 seien die frei verfügbaren finanziellen Mittel um 1,9 Milliarden auf 22,6 Milliarden Euro gestiegen. Zugleich habe man das notwendige Risikokapital um 3,1 Milliarden auf 14,4 Milliarden Euro gesenkt. "Die Verbesserung unserer Kapitalausstattung ist Ergebnis unserer langjährigen Strategie, Risiken weltweit und branchenübergreifend zum Ausgleich zu bringen", erklärte ControllingVorstand Jörg Schneider. Konzentrationsrisiken bei den Kapitalanlagen seien zudem durch einen Abbau der Beteiligungen an deutschen Finanzdienstleistern gezielt reduziert worden. Die Münchener Rück hatte beispielsweise ihre Anteile am Versicherungskonzern Allianz sowie an der Commerzbank deutlich gesenkt.Für 2005 strebt der Rückversicherer weiter eine Eigenkapitalrendite von 12 Prozent an. Bei der Hauptversammlung hatte von Bomhard bereits ein Ergebnis von rund 2,4 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, das entspräche der angestrebten Eigenkapitalverzinsung.Zur Ermittlung des Risikokapitals legt die Münchener Rück ein unternehmensinternes Modell zu Grunde, bei dem das erforderliche Risikokapital zur Deckung zweier Jahrhundert-Schäden innerhalb eines Kalenderjahres errechnet wird. Statistisch betrachtet komme diese Häufung nur einmal innerhalb von 10 000 Jahren vor, sagte eine Unternehmenssprecherin. Auch weiterhin werde man selektiv und risikoadäquat am Markt vorgehen, erklärte von Bomhard. Davon könnten die Aktionäre bereits profitieren. Zugleich stellte der Konzernchef auch einen Aktienrückkauf in Aussicht.Auf längere Sicht will die Münchener Rück ihre Renditeziele an der Risikostruktur ausrichten. Auf diese Weise lasse sich das Geschäft besser steuern, da das Eigenkapital stärkeren Schwankungen wie beispielsweise Bewegungen am Kapitalmarkt oder Zinsänderungen unterworfen sei, sagte eine Unternehmenssprecherin.

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