Münchener Rück kippt Gewinnziel

- München - Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück ist nach der ungewöhnlich turbulenten Wirbelsturm-Saison von seinem bisher fest anvisierten Gewinnziel abgerückt. Statt der bislang ausgegebenen Zielmarke von zwei Milliarden Euro nannte der Konzern jetzt eine Spanne von 1,8 Milliarden bis zwei Milliarden Euro. Zwar behalte man das ursprüngliche Ergebnisziel weiterhin im Blick, "es ist aber sehr viel schwerer geworden, das zu erreichen", sagte Münchener-Rück-Vorstand Jörg Schneider. Den angeschlagenen Lebensversicherer Victoria Leben will der Konzern mit einer Kapitalspritze stärken.

Die Münchener Rück bezifferte die Sturm-Schäden auf nunmehr 550 Millionen Euro. Bisher hatte das Unternehmen von rund 500 Millionen Euro gesprochen. Dennoch lag das Quartalsergebnis des Konzerns mit 365 Millionen (Vorjahr: 42 Mio.) Euro deutlich über den Erwartungen der Analysten. An der Börse gewannen die Aktien zeitweise 1,6 Prozent auf 80,65 Euro.<BR><BR>In den ersten neun Monaten belief sich der Konzerngewinn auf knapp 1,53 Milliarden Euro nach einem Verlust von 487 Millionen Euro vor Jahresfrist. <BR>Im Gesamtjahr plant die Münchener Rück Beiträge von 39 Milliarden Euro ein nach 40,4 Milliarden Euro 2003. <BR>Analysten waren auf Schlimmeres gefasst, der Aktienkurs stieg.<P><BR> </P>

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