Münchener Rück macht in den USA hohen Verlust

Asbestschäden: - München - Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Münchener Rück steckt in den USA weiter tief in den roten Zahlen. Im vergangenen Jahr sei dort durch die Stärkung der Reserven für die Regulierung von Asbestschäden ein Verlust von einer Milliarde Dollar verbucht worden. So heißt es im Geschäftsbericht, der in München veröffentlicht wurde.

Da sich der Trend zu Schadensmeldungen im Zusammenhang mit Asbestschäden beschleunigt habe, seien die Reserven der Tochtergesellschaft Munich Re America um 600 Millionen Dollar aufgestockt worden.

Im Konzernergebnis wirkten sich die Vorsichtsmaßnahmen aber nicht aus, da vorhandene Reserven auf Gruppenebene aufgelöst wurden. Der Verlust im Nordamerika-Geschäft reduzierte sich in dem vergleichsweise schadenarmen Jahr damit insgesamt um rund ein Drittel auf gut eine Milliarde Dollar.

Im gesamten Konzern konnte die Münchener Rück den Verlust mühelos auffangen. Auch dank des Ausbleibens großer Naturkatastrophen fuhr der Konzern zum dritten Mal in Folge einen Rekordgewinn ein. An den Ende Februar veröffentlichten, aber vorläufigen Zahlen, habe sich nichts verändert, hieß es. Bei einem Rückgang der gebuchten Bruttobeiträge um zwei Prozent auf 37,4 Milliarden Euro kletterte der Überschuss im Vergleich zu 2005 um 28,5 Prozent auf mehr als 3,5 Milliarden Euro.

Erstmals veröffentlichte die Münchener Rück auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen die Gehälter ihrer Vorstandsmitglieder. Demnach erhielt Konzernchef Nikolaus von Bomhard knapp 4,2 Millionen Euro und lag damit im Vergleich zu anderen Vorstandschefs der DAX-Konzerne gut im Mittelfeld.

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