Münchener Rück will Dividende stabil halten

München - Der weltweit zweitgrößte Rückversicherer Münchener Rück will trotz des gesenkten Gewinnziels für das laufende Jahr die Dividendenhöhe zumindest stabil halten.

Die Ausschüttung je Aktie solle erneut mindestens 5,50 Euro je Aktie betragen, teilte das im DAX notierte Unternehmen am Mittwoch in München mit.

Vor knapp zwei Wochen hatte der Konzern seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angesichts der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten zurückgeschraubt und damit die Börsen geschockt. Auch andere Versicherungstitel waren in den Abwärtsstrudel geraten.

Statt des ursprünglich angepeilten Gewinnziels von 3,0 bis 3,4 Milliarden Euro erwartet die Münchener Rück jetzt nur noch ein Ergebnis von "deutlich über 2 Milliarden Euro", wie das Unternehmen am Mittwoch bekräftigte. "Mit unserem integrierten Geschäftsmodell und aktivem Risikomanagement erwirtschaften wir einen soliden Gewinn - auch unter den schwierigen Bedingungen an den Kapitalmärkten und dem wachsenden Preisdruck in der Rückversicherung", erklärte Konzernchef Nikolaus von Bomhard laut Mitteilung.

Im zweiten Quartal war der Überschuss der Münchener Rück nach Minderheiten infolge der Kapitalmarktkrise von 1,14 Milliarden Euro um fast die Hälfte auf 599 Millionen Euro eingebrochen. Die gebuchten Bruttobeiträge verringerten sich angesichts negativer Wechselkurseffekte zwischen April und Juni um 1,2 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro.

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