Münchener Rück will profitabler werden

"Changing Gear": - München - Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard drückt beim Konzernumbau aufs Tempo und will das Unternehmen zum weltweit profitabelsten der Branche machen. "Wir brauchen jetzt eine neue Perspektive, eine neue Ausrichtung", sagte Bomhard auf der Hauptversammlung in München, wo er den Aktionären erstmals das Programm "Changing Gear" für mehr Effizienz und gewinnträchtiges Wachstum vorstellte.

Das Unternehmen hofft, so auch den seit langer Zeit flauen Aktienkurs voranzubringen, der bei den Anlegern für Kritik sorgt: "Bleiben Sie auf dem Gas, schalten Sie beim Aktienkurs bitte in den sechsten Gang", forderte beispielsweise Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

Neue Produkte und Dienstleistungen sollten rascher als bisher entwickelt und angepasst werden, kündigte Bomhard an. "Wir haben ein Haus voller Ideen und ,Changing Gear’ muss den Weg frei machen, damit diese Ideen auf die Straße kommen." In der Erstversicherung will sich das Unternehmen Wachstumsmärkte vor allem im Ausland erschließen und im internationalen Gesundheitsmarkt weltweit zu den Marktführern gehören.

Für das laufende Jahr stellt sich der weltweit zweitgrößte Rückversicherer auf einen Gewinnrückgang ein. Angestrebt sei ein Nettogewinn von 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro, nach 3,5 Milliarden Euro im Vorjahr, sagte der Konzernchef und betonte: "Ich möchte eine Drei vor dem Komma sehen." Im ersten Quartal habe die Münchener Rück nach vorläufigen Schätzungen "auf Kurs" gelegen. "Abgesehen vom europäischen Wintersturm ,Kyrill’ war es ein gutes Quartal."

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