Münchner Bank geht in die Offensive

- München - Nachdem die rechtliche und technische Fusion der Münchner Bank mit der Raiffeisenbank München vollzogen ist, will das Institut, das sich nur noch "Münchner Bank" nennt, neue Kunden gewinnen und seine Ertragskraft stärken. "Unser Marktanteil ist uns zu gering", sagt der kürzlich ernannte Vorstands-Chef Peter Heinrich, ohne aber einen Zielwert zu nennen.

Die "neue" Münchner Bank zählt in der bayerischen Landeshauptstadt und Umgebung rund 233 000 Kunden und gehört damit nach den Sparkassen und der HypoVereinsbank zu den führenden Geldhäusern der Region.

Heinrich räumt ein, dass sich die beiden verschmolzenen Genossenschaftsbanken im letzten halben Jahr darauf konzentriert hatten, den seit 1. Juli rechtlich wirksamen Zusammenschluss zu verarbeiten. "Das war ein wirklicher Kraftakt", sagt der ehemalige Sparkassen-Manager, der nicht spurlos an der Geschäftsentwicklung vorübergegangen sei. So habe die Höhe der Kundenkredite leicht abgenommen, auch die Ertragszahlen seien nicht zufriedenstellend. Künftig will die "Münchner Bank" aber von den eingesparten Kosten profitieren und unter anderem mit einem bis zu vier Prozent verzinsten "Wachstumssparer" in die Vertriebsoffensive gehen.

Ganz gefallen ist der Fusionsvorhang jedoch noch nicht. "Die Münchner Bank wird auch in den nächsten Monaten weiter reorganisiert und optimiert", sagt Peter Heinrich. Einen Stellenabbau soll es dabei zwar nicht geben. So haben Vorstand und Betriebsrat vereinbart, dass bis zum 30. Juni 2007 keinem Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt wird. Allerdings müssen die Kunden einen Wermutstropfen hinnehmen, denn das Filialnetz wird ausgedünnt. Vermutlich sechs der 41 Niederlassungen werden wegen der Fusion mit anderen Zweigstellen zusammengelegt - die jedoch laut Heinrich nur einen "Steinwurf" voneinander entfernt sind.

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