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Friederike Göbbels leitet das Münchener Büro von Jones Day.

Jones Day

Arbeits- und Patentrecht als besondere Kompetenzen

Jones Day hat 2003 in München eröffnet. Standortleiterin Friederike Göbbels unterstreicht die Einbindung ins globale Netzwerk der US-Großkanzlei und die Bandbreite der Beratungsleistungen.

2400 Anwälte in 42 Büros weltweit: Die 1893 gegründete US-Kanzlei Jones Day gehört zu den globalen Dickschiffen überhaupt. In Deutschland ist Jones Day neben Düsseldorf und Frankfurt auch in München vertreten, geleitet wird der Standort von Friederike Göbbels, die seit 2005 in der bayerischen Landeshauptstadt für die Kanzlei tätig ist. „Wir setzen in München, wie an den anderen Standorten auch, auf die gesamte Bandbreite juristischer Dienstleistungen an. In Zusammenarbeit mit unseren Düsseldorfer und Frankfurter Kollegen beraten wir unsere internationalen und deutschen Mandanten in allen Rechtsbereichen, die für führende Unternehmen von Bedeutung sind“, sagt Friederike Göbbels. „Wir sind vollständig in das globale Jones Day-Netzwerk eingebunden und sind dementsprechend auch Ansprechpartner für internationale Mandanten der Kanzlei.“

Ein Fokus ist das internationale Transaktionsgeschäft. Jones Day gehört zu den weltweit führenden Kanzleien für Unternehmenskäufe, -verkäufe und -fusionen, und auch in München widmet sich eine ganze Reihe von Anwälten dem Bereich Mergers & Acquisitions (M&A). Dazu gehören neben klassischen Unternehmenstransaktionen auch Private Equity-Deals – an einem ausgewiesenen Finanzplatz wie München mit einer Vielzahl von Investment- und Fonds-Gesellschaften wohl kein Wunder. Auch Banken- und Finanzrecht spiele eine Rolle, betont Friederike Göbbels und weist auch auf die IT-Praxis hin. „Nicht nur im M&A wird unsere IT-Kompetenz regelmäßig abgefragt. Unsere Mandate beziehen sich beispielsweise auch auf die rechtliche Beratung in IT-Outsourcing- und Cloud-Computing-Projekten. Wir beraten zudem umfangreich zu Datenschutzfragen, einschließlich internationaler Datentransfers, Datenschutzverletzungen (‚Data Breaches‘), interner Untersuchungen, elektronischer Beweissuche (eDiscoveries) und global angelegter Compliance-Projekte.“

Einer der Gründe für Jones Day, 2003 in München zu eröffnen, war übrigens die Nähe zum Europäischen Patentamt. Und so ist das Büro über den Standort hinaus für seine Patent- und Markenrechtspraxis (IP – Intellectual Property) bekannt. „Aktuell befassen sich knapp 20 Kollegen mit solchen Fragestellungen und sind in der gerichtlichen Auseinandersetzung bei sämtlichen patent-, marken- und urheberrechtlichen Streitigkeiten, der Anmeldung von Patenten, der Anfechtung von Schutzrechten Dritter und der generellen juristischen Beratung rund ums Patent- und Markenrecht tätig“, sagt die Büroleiterin. Das wissenschaftliche Erfahrungsspektrum der Patentanwälte reiche von der Biotechnologie, Chemie und Pharmazie bis hin zur Physik, Mechanik, Elektrotechnik und Software. Damit unterstreiche Jones Day den Anspruch, sektorenübergreifend für die Mandanten da zu sein.

Eine besondere Rolle nimmt für Jones Day in München das Arbeitsrecht ein. Friederike Göbbels ist als Standortleiterin gleichzeitig Koordinatorin der europäischen Arbeitsrechtspraxis von Jones Day und organisiert in grenzüberschreitenden Projekten für die Mandanten die rechtlichen Beratungsleistungen der verschiedenen involvierten Länder. „Das Arbeitsrecht ist bei uns keine reine Unterstützungsleistung für andere Disziplinen, sondern ein ganz eigenständiges Geschäft. Wir werben regelmäßig substanzielle Mandaten ein und beraten echte Arbeitsrechtsprojekte, unter anderem in großen Restrukturierungsmaßnahmen und bei der Prozessführung in allen arbeitsrechtlichen Fragestellungen.“ Stark sei die Kanzlei auch bei Betriebsratsangelegenheiten, die immer wieder auch vor Einigungsstellen führen. Zudem fungiere Jones Day für verschiedene Unternehmen als dauerhafter arbeitsrechtlicher Berater. Der arbeitsrechtliche Fokus kommt nicht von ungefähr: In den USA gilt die Kanzlei als eine der Top-Adressen in dieser Rechtsdisziplin. 

Von Patrick Peters

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