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Hans-Joachim Watzke ist Vorsitzender der Geschäftsführung des Bundesligisten Borussia Dortmund.

Hans-Joachim Watzke

Gestärkt aus Krise hervorgegangen

Ins „Epizentrum des größten Konkurrenten“ wagte sich Hans-Joachim Watzke, als er an den Tegernsee fuhr, um dort den Vertretern führender Wirtschaftskanzleien seine Erfahrungen als Vorsitzender der Geschäftsführung von Borussia Dortmund zu schildern.

Doch auch in der Region, die ansonsten vom FC Bayern München dominiert wird, fand Watzke aufmerksame Zuhörer. Kein Wunder: Was der Unternehmer und Fußball-Manager von Niedergang und Wiederaufstieg eines großen Fußballvereins zu erzählen hat, fesselt Freunde des Ballsports und Wirtschaftsexperten gleichermaßen. Watzke hatte die Borussia 2005 in einer katastrophalen Situation übernommen. Im Februar jenes Jahres war der Verein zahlungsunfähig, von 122 Millionen Euro Schulden waren rund 91 kurzfristig fällig. Bei einer Pleite hätte der Abstieg in die Kreisliga c gedroht.

Doch der Verein gab nicht auf, im Gegenteil: Alles kam auf den Prüfstand. „Wir haben das Stadion zurückgekauft und die Verschuldung in zehn Jahren komplett auf Null heruntergefahren“, sagt Watzke. Dazu kam eine Kapitalerhöhung um 140 Millionen Euro – „BVB war wirtschaftlich so stark wie nie zuvor“. Der Umsatz kletterte auf 300 Millionen Euro im Jahr, 2013 erwirtschaftete der Verein einen Gewinn von mehr als 50 Millionen Euro – nach Steuern.

Parallel dazu suchte der Verein mit einer jungen Mannschaft den Neuanfang. „Mit Jürgen Klopp haben wir zudem den richtigen Trainer gefunden.“ Die sportlichen Weihen krönten die Mühen: Deutsche Meisterschaften 2011 und 2012, Vizemeisterschaften 2013 und 2014, das Champions- League-Finale 2013 und DFB-Pokalsieger 2012. Nach einer Krisenzeit startete der BVB wieder neu durch, einmal mehr setzt der Verein offenbar auf den richtigen Trainer. Und auf ein gutes wirtschaftliches Konzept. „Wir stehen gut da, sind schuldenfrei, und das soll auch so bleiben“, sagt Watzke. (jgr)

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