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Die Spezialisten von McDermott Will & Emery in München beraten zum Beispiel die berühmte, traditionsreiche Klinik Charité in Berlin.

Komplexe Dienstleistung

Mehrwert durch Full-Service-Angebot

Eine umfassende Rechtsberatung funktioniert am besten, wenn sie auf die Expertise der unterschiedlichen juristischen Disziplinen zurückgreifen kann. In diesem Sinne versteht sich McDermott Will & Emery als Full-Service-Kanzlei.

Wenn sich eine Anwaltssozietät als Full-Service-Kanzlei bezeichnet, sollte sie untermauern können, dass sie tatsächlich für ihre Mandanten alle juristischen Dienstleistungen anbieten kann. Dr. Nikolaus von Jacobs, Partner im Münchner Büro von McDermott Will & Emery, fällt dieser Nachweis nicht schwer: Ob Steuerrecht, Gesellschaftsrecht oder Spezialgebiete wie Gesundheitsrecht, Telekommunikations- und Medienrecht oder Restrukturierung und Sanierung, Branchen-Expertise oder Vernetzung – die Kanzlei könne sich all diesen Anforderungen stellen, betont der Anwalt. Zumal die internationale Sozietät büroübergreifend arbeitet. So können die Rechtsexperten in München zum Beispiel bei komplexen Immobilienthemen die in Düsseldorf angesiedelte Immobilien-Expertise einbinden. Umgekehrt hat München seine eigenen Schwerpunkte, die den Kollegen in Düsseldorf oder auch Frankfurt, der jüngsten Dependance in Deutschland, zugutekommt.

Insbesondere aus den Spezial-Disziplinen finden sich in den nationalen und internationalen Rankings Top-Anwälte vom Münchner Standort. Zum Beispiel im Steuerrecht. Dr. Dirk Pohl, zugleich Sprecher des Münchener Büros, leitet die deutsche Praxisgruppe Steuerrecht; er gilt als einer der führenden Steueranwälte Deutschlands. Ohnehin hat McDermott eine historische Stärke auf diesem Gebiet: „Die Wiege der Kanzlei liegt im Steuerrecht“, erklärt von Jacobs. Die in den 30er-Jahren in den USA gegründete Kanzlei betreute Unternehmerfamilien. Dies offenbar mit Erfolg: „Viele sind bereits in der vierten und fünften Generation unsere Mandanten.“

Im Gesundheitsrecht ist die Sozietät ebenfalls stark positioniert. „In deutschen Rankings finden wir uns immer auf Rang eins oder zwei; in den USA sind wir unangefochten die Nummer eins“, sagt Ulf Gräber, Business Development Manager der Kanzlei, nicht ohne Stolz. Aus den USA sei der Wunsch gekommen, den Sektor auszubauen. „Dafür haben wir in Dr. Stephan Rau den passenden Experten gefunden. Er baute ein hochwertiges Team in Deutschland auf.“ Rau leitet aus München die europäische Healthcare-Praxis der Kanzlei. Die Spezialisten beraten zum Beispiel die Klinik Charité in Berlin. Rau, der im Gesellschafts- und im Transaktionsgeschäft seine Wurzeln hat, leitet auch M&A-Transaktionen (Unternehmenskäufe und -verkäufe) im Gesundheits- und Life Science Bereich und befasst sich mit Themen der Regulierung im Gesundheitsbereich.

In München stark ist angesichts des unternehmerischen Umfelds auch das Branchengeschäft im TMT-Sektor. Telekommunikation, Medien und Technologie sind die Wirtschaftssegmente, die München stark machen. Die Kanzlei bietet hier den Unternehmen umfassende juristische Expertise mit Dr. Wolfgang von Frentz und Dr. Ralf Weisser. Zu den Mandanten zählen die Deutsche Telekom, Telefonica und Medienunternehmen wie RTL, Tele München und ProSieben.Sat.1.

McDermott hat zum Beispiel die Deutsche Telekom bei den Kooperationsverhandlungen mit den Buchhändlern Thalia, Weltbild, Hugendubel und Club Bertelsmann beraten. Die Unternehmen vermarkten gemeinsam eine neue Vertriebsplattform für elektronische Bücher. Die strategische Partnerschaft wird unter der Marke Tolino betrieben. „In den Dienstleistungsverträgen geht es auch um Fragestellungen rund um Datenaustausch, Datenschutz und Urheberrecht“, umschreibt von Jacobs die Komplexität des Themas.

Dr. Nikolaus von Jacobs, selbst im Gesellschaftsrecht und bei M&A beheimatet, sieht McDermott in diesen Segmenten sehr gut aufgestellt– eben auch wegen der Stärke in den anderen Bereichen. Deren Expertise ist auch bei Transaktionen immer wieder gefragt – womit das Full-Service-Konzept seine volle Wirkung erzielt. Von Jacobs ist Mitglied der Praxisgruppe Gesellschaftsrecht und leitet die deutschen Private Equity-Aktivitäten der Kanzlei. „Das M&A-Geschäft ist derzeit schwer einzuschätzen“, sagt der Experte: „Es ist viel Geld am Markt, angesichts der niedrigen Zinsen ist die Finanzierung kein Problem.“ Allerdings hätten Verkäufer „enorme Preisvorstellungen“. Zudem gebe es immer mehr Mitspieler am Markt, zum Beispiel Family Offices auf der Suche nach rentablen Investments. „Am Markt wächst die Angst, dass die Assets zu teuer werden.“ Daher sei man mit Geschäftsabschlüssen zurückhaltender.

Am 2002 gegründeten Standort München arbeiten derzeit insgesamt 14 Partner, zwei Counsel und elf Associates für McDermott Will & Emery. Zu den Mandanten zählen neben internationalen Konzernen auch mittelständische Unternehmen, unter ihnen einige große Akteure in ihren Märkten, und Private Equity Fonds. 

Von Jürgen Grosche

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