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Michael Walther, Standort-Verantwortlicher bei Gibson Dunn in München

US-Kanzlei Gibson Dunn

„Zufriedenheit der Mandanten hat herausragende Bedeutung“

Das Münchner Büro der US-Kanzlei Gibson Dunn hat sich in Deutschland seit dem Markteintritt 2002 einen besonderen Namen für hoch komplexe Transaktions- sowie im Bereich der Compliance-Beratung gemacht.

Deutsche Top-Unternehmen vertrauen genauso auf die Leistungen der Kanzlei wie Mandanten aus dem internationalen Netzwerk. Gibson Dunn in München gehört zwar nicht zu den größten Büros in Deutschland - weder unter den internationalen Kanzleien noch unter den deutschstämmigen. Das hindert aber den Standort-Verantwortlichen Michael Walther und seine Partner nicht daran, regelmäßig bei den ganz großen Mandaten mit dabei zu sein und bedeutende, international operierende Unternehmen bei komplexen und zumeist grenzüberschreitenden rechtlichen Fragestellungen zu begleiten.

„Selbstverständlich profitieren wir vom Gibson Dunn-Netzwerk. Durch die herausragende Position unserer Kanzlei im US-Markt, die sehr enge Verbindung zu unseren US-amerikanischen Kollegen, unsere langjährige Erfahrung im Umgang mit den wichtigen US-Behörden wie Justizministerium und Börsenaufsicht und schließlich dem direkten Zugang auch zu deren Entscheidungsebene verfügen wir über ein bedeutendes Qualitäts- und Unterscheidungsmerkmal gegenüber unserem Wettbewerb“, sagt Michael Walther, der das Büro 2002 mit gegründet hat.

„Gleichzeitig haben wir in Deutschland über die Mandate aus unserem Netzwerk hinaus natürlich ein bedeutendes nationales Geschäft, im gehobenen Mittelstand und insbesondere bei börsennotierten und nicht-börsennotierten Großunternehmen. Bei zahlreichen deutschen Industriekonzernen und Finanzinstitutionen gehören wir zum engsten Beraterkreis und bewegen uns dabei immer auf Augenhöhe mit personell in Deutschland deutlich breiter aufgestellten Kanzleien.“ Das liege auch an den besonderen Kompetenzen in Spezialbereichen, wie Michael Walther ausführt. „Wir kommen häufig bei Technologie-getriebenen Transaktionen zum Einsatz und beraten dann neben den typischen gesellschaftsrechtlichen Themen auch stark im Bereich Geistiges Eigentum. Wir haben etwa 2014 mit der Betreuung von Bosch bei der Übernahme des 50 Prozent-Anteils der Siemens AG an der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH eine der größten Transaktionen in Deutschland in den letzten Jahren federführend begleitet.“

Michael Walther hebt in diesem Zusammenhang die Tatsache hervor, dass die Beratung bei Unternehmenskäufen und -fusionen (Mergers & Acquisitions, kurz M&A) auch bei kleineren Transaktionen regelmäßig von besonderen Herausforderungen geprägt ist - M&A-Transaktionen sind häufig sehr komplex, betreffen zahlreiche Länder mit ihren jeweils eigenen Rechtsordnungen, die unterschiedlichsten rechtlichen Themenfelder – und sind „last but not least“ häufig strategisch und wirtschaftlich außerordentlich bedeutsam“, betont Walther. Insbesondere bei den hoch anspruchsvollen Fragestellungen im internationalen Kontext komme die Kanzlei regelmäßig zum Einsatz. „Bei uns ist die grenzüberschreitende „Beratung aus einer Hand“ sehr stark, wir begleiten vielfach deutsche Unternehmen bei ihren Transaktionen im Ausland.“ Zudem weist Michael Walther auf die intensive persönliche Beratung durch die Partner und ihre Verfügbarkeit bei allen Mandaten hin. „Wir leben das Prinzip der sog. „Partner Attention“, alle in ein Mandat eingeschalteten Partner sind fortlaufend informiert und für den Mandanten immer ansprechbar.“

In den vergangenen Jahren hat das Thema Compliance auch für Gibson Dunn in München immer stärker an Bedeutung gewonnen, Compliance ist heute die zweitgrößte Practice Group. Michael Walther hebt hervor, dass Compliance als Oberbegriff für rechtskonformes Verhalten eigentlich viel mehr sei als die üblicherweise damit in Verbindung gebrachte Antikorruptions-Compliance. „Im Kartell- und Wettbewerbsrecht etwa geht es bereits seit vielen Jahrzehnten regelmäßig um Compliance-Verstöße, bei denen die damit einhergehenden Geldbußen vor allem in den USA und in Deutschland bei Kartellrechtsverstößen verhängt werden, ohne weiteres die Höhe der Zahlungen bei den medienwirksamen Korruptionsskandalen erreichen oder sogar überschreiten.“ Die Kanzlei wolle ihren Mandanten dabei behilflich sein, es gar nicht erst zu Kartellrechtsverstößen kommen zu lassen. Dafür ermitteln die Experten zum Beispiel, in welchen Jurisdiktionen oder bei welchen Arten von Geschäften Anfälligkeiten für solche Verstöße bestehen, und objektivieren die Risiko-Analyse als Entscheidungsgrundlage. Soweit die zuständigen Behörden feststellen, dass Kartellrechts-Verstöße aus der Geschäftsführung beziehungsweise der Top-Management-Ebene gesteuert oder zumindest geduldet werden, kann dies zu enormen haftungsrechtlichen Konsequenzen für die Beteiligten führen – bis hin zur persönlichen, in einigen Jurisdiktionen auch strafrechtlichen, Haftung involvierter Manager. „Deshalb ist es in allen Unternehmensgrößen umso wichtiger, ein gesetzeskonformes Verhalten gerade auch im Bereich des Kartellrechtes zu erreichen.“

Für Gibson Dunn fungiert das Münchner Büro darüber hinaus auch als „Tor zum Osten“ und begleitet nationale und internationale Mandanten der Kanzlei gezielt bei ihren Aktivitäten in den sogenannten GUS-Staaten. „Wir haben ein sogenanntes ‚Russian Desk‘, also ein Expertenteam deutscher, aber auch russisch sprechender Anwälte, die nicht nur mit den Beteiligten vor Ort direkt in ihrer Muttersprache kommunizieren können, sondern insbesondere auch ein sehr gründliches Verständnis dieser Rechtsordnungen und ihres kulturellen Hintergrundes haben“, betont Michael Walther. „Unsere Aufgaben in diesen Ländern bestehen etwa auch darin, Compliance-Untersuchungen im Rahmen einer Transaktion durchzuführen, damit der Käufer keine außerordentlichen wirtschaftlichen Risiken erwirbt.“ Bei Gibson Dunn fügten sich die unterschiedlichen Praxisgruppen so nahtlos in der einheitlichen Beratung des Mandanten zusammen.

Patrick Peters

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