Münchner Transrapid: Geld für ersten Zug da

- München - Die heiße Diskussion über das Projekt ist etwas abgeflaut. Doch der Transrapid zwischen Hauptbahnhof und dem Münchner Flughafen rückt nun ein Stück näher. Der Haushaltsentwurf von Bundesfinanzminister Hans Eichel enthält für die kommenden zwei Jahre 107,5 Millionen Euro für den Schwebezug. Zudem sollen noch in diesem Jahr 40 Millionen Euro freigegeben werden.

Damit ist nach einem Bericht der "Hessischen Allgemeinen" bis auf Weiteres die Fortentwicklung des Projekts gesichert. Damit verbunden ist der Erhalt der meisten der derzeit 239 Arbeitsplätze vor allem in Kassel, aber auch von 35 Stellen in München - wenn der Bundestag der Vorlage Eichels im November wie erwartet zustimmt. Dabei wurde bei Thyssen-Krupp nach der weitgehenden Fertigstellung der Transrapid-Strecke in Schanghai bereits die Streichung von 58 Stellen beschlossen. 30 weitere Beschäftigte finden im Augenblick nur Beschäftigung, weil sie an Rheinmetall ausgeliehen werden.<BR><BR>"Momentan ist die Lage stabil", sagt Thyssen-Krupp-Betriebsrat Hendrik Jordan, "und wir sind zuversichtlich, dass es weitergeht." So könnte schon bald der erste Zug fertig werden, der ab 2010 auch in München zum Einsatz kommen soll. Dieser modifizierte Drei-Sektoren-Zug soll aber zunächst auf der Transrapid-Teststrecke im Emsland fahren.<BR>Auch von anderer Seite gibt es gute Nachrichten für die in München entwickelte Technologie: Das niederländische Parlament hat die Option auf eine Magnetschwebebahn-Trasse Amsterdam-Groningen bestätigt - neben der herkömmlichen Rad-Schiene-Technik eine Strecke, die bis nach Hamburg fortgesetzt werden könnte. Für den Bau der Trasse wollen die Holländer insgesamt 2,73 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. <BR><BR>Dagegen sind gute Nachrichten aus China derzeit selten. Zwar setzt die chinesische Regierung weiter auf die Magnetschwebebahn. So wird fest mit dem Bau einer 190 Kilometer langen Strecke zwischen Shanghai und Hangzhou gerechnet. Doch möglicherweise weitgehend unter Ausschluss der Deutschen. Die chinesischen Transrapid-Betreiber sind offenbar sicher, dass sie inzwischen ohne teure deutsche Ingenieurleistungen auskommen können.

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