"Müssen bald mehr für Gas bezahlen"

- München/Moskau (cd) - Die Staatsregierung rechnet mit weiter steigenden Gaspreisen. "In der Tendenz werden wir für den Rohstoff Gas mehr bezahlen müssen", sagte Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) nach Gesprächen mit der Spitze des russischen Monopolisten Gasprom in Moskau. Der Konzern habe ihm jedoch zugesichert, sich als absolut verlässlicher Lieferant zu präsentieren, sagte Huber unserer Zeitung.

Bayern bezieht sein Gas zu nahezu 100 Prozent aus Russland. Die Vorräte in Sibirien seien unermesslich, versicherten die Gas-Manager. Die Erschließung werde jedoch immer aufwändiger. Gleichzeitig wird in den Bau der Ostseepipeline investiert. Das wäre der vierte Weg und die erste direkte Verbindung, um Gas nach Deutschland zu transportieren. "In zwei Jahren soll die erste Rohrleitung liegen", glaubt Huber, 2010 folge die zweite.

Huber will trotz der warmen Worte in Moskau Alternativen suchen. "Wir dürfen nicht einseitig vom russischen Gas abhängig sein", sagte er. Man brauche auch die Infrastruktur, um Flüssiggas aus Nordafrika importieren zu können. Im Streit um eine drastische Preiserhöhung hatte Russland der Ukraine zu Jahresbeginn kurzfristig kein Gas mehr geliefert. Die Ukraine schränkte darauf die Weiterleitung von russischem Gas an westeuropäische Kunden ein.

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