Munich-Re-Boss: Großbanken zerschlagen

München - Banken, die so groß sind, dass es zu ihrer Rettung keine Alternative gibt, sollen verschwinden. Munich-Re-Boss von Bomhard hat die Zerschlagung der systemrelevanten Großbanken gefordert.

Dass solche Banken auf jeden Fall gerettet werden müssten, sei “ein Konstruktionsfehler des Systems“, sagte der Chef des weltgrößten Rückversicherung am Montagabend in München. “Wir brauchen fundamentale Änderungen am Finanzmarkt“, sagte Bomhard. “Too big to fail (zu groß zum Scheitern) darf es nicht mehr geben.“ Regeln und Kontrollen müssten verschärft, Investment- und Kreditgeschäft getrennt werden: “Ich bin Anhänger des Trennbankensystems.“

Künftig müssten die Investoren auch am Misserfolg viel stärker beteiligt werden - “sonst werden Risiken nie richtig bepreist“, erklärte Bomhard. Staatsschuldenkrise und Bankenkrise seien unheilvoll verknüpft und schaukelten sich gegenseitig hoch. Die Sparer und damit auch die Versicherungen seien die Leidtragenden der extrem niedrigen Zinsen. “Das stresst uns ganz gewaltig“, sagte Bomhard. Die Assekuranz habe es zunehmend schwer, die notwendigen Erträge am Kapitalmarkt zu erwirtschaften.

dpa

Wirtschaftskrise: Diese Banken hat es am meisten getroffen

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