Munich-Re-Boss: Großbanken zerschlagen

München - Banken, die so groß sind, dass es zu ihrer Rettung keine Alternative gibt, sollen verschwinden. Munich-Re-Boss von Bomhard hat die Zerschlagung der systemrelevanten Großbanken gefordert.

Dass solche Banken auf jeden Fall gerettet werden müssten, sei “ein Konstruktionsfehler des Systems“, sagte der Chef des weltgrößten Rückversicherung am Montagabend in München. “Wir brauchen fundamentale Änderungen am Finanzmarkt“, sagte Bomhard. “Too big to fail (zu groß zum Scheitern) darf es nicht mehr geben.“ Regeln und Kontrollen müssten verschärft, Investment- und Kreditgeschäft getrennt werden: “Ich bin Anhänger des Trennbankensystems.“

Künftig müssten die Investoren auch am Misserfolg viel stärker beteiligt werden - “sonst werden Risiken nie richtig bepreist“, erklärte Bomhard. Staatsschuldenkrise und Bankenkrise seien unheilvoll verknüpft und schaukelten sich gegenseitig hoch. Die Sparer und damit auch die Versicherungen seien die Leidtragenden der extrem niedrigen Zinsen. “Das stresst uns ganz gewaltig“, sagte Bomhard. Die Assekuranz habe es zunehmend schwer, die notwendigen Erträge am Kapitalmarkt zu erwirtschaften.

dpa

Wirtschaftskrise: Diese Banken hat es am meisten getroffen

Wirtschaftskrise: Diese Banken hat es am meisten getroffen

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ryanair bietet Piloten mehr Geld an
Bis zu 10 000 Euro mehr will Ryanair seinen Flugzeugführern unter anderem in Berlin und anderen Standorten zahlen. Damit will die Airline verhindern, dass es zu weiteren …
Ryanair bietet Piloten mehr Geld an
Lufthansa könnte große Teile der Air Berlin übernehmen
Eine Entscheidung ist es noch nicht, aber die Richtung scheint klar: Der deutsche Marktführer Lufthansa soll bei Air Berlin das größte Stück vom Kuchen haben. Doch der …
Lufthansa könnte große Teile der Air Berlin übernehmen
Ermittler spüren 2433 Mindestlohn-Verstöße auf
Am Bau und im Gastgewerbe stoßen die Ermittler auf die meisten Mindestlohnverstöße. Am auffälligsten sind Erfurt, Magdeburg und Berlin. Aber reichen die Kontrollen aus?
Ermittler spüren 2433 Mindestlohn-Verstöße auf
Thyssenkrupp-Stahlfusion bleibt umstritten
Die Pläne für eine Thyssenkrupp-Stahlfusion sorgen weiter für Zündstoff. Vor allem in der Belegschaft herrscht große Verunsicherung. Betriebsrat und IG Metall lehnen das …
Thyssenkrupp-Stahlfusion bleibt umstritten

Kommentare