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Der 80-jährige Medienmogul Rupert Murdoch

Murdoch: Ich bleibe Chef von News Corp

New York - Medienmogul Rupert Murdoch übt sich im Abhörskandal um sein britisches Zeitungsgeschäft in Standfestigkeit. Er werde weiter an der Spitze seiner News Corp. bleiben, verkündete der 80-Jährige.

Der 80-jährige Medienmogul Rupert Murdoch will weiter am Ruder seines von einem Abhörskandal erschütterten Konzerns News Corp. bleiben. Er selbst und der Verwaltungsrat seien dieser Meinung, sagte Murdoch am Mittwoch nach Vorlage aktueller Zahlen. Das Ende Juni abgeschlossene Geschäftsjahr spiegelte noch keine finanziellen Folgen der Abhöraffäre wider. Das kurz davor verkaufte Milliardengrab MySpace bescherte dem Medienriesen zum Abschied aber noch einen Gewinneinbruch.

Rupert Murdoch: Sein Imperium News Corporation

Rupert Murdoch: Sein Imperium News Corporation

Die News Corp. ist in einen Abhörskandal in Großbritannien verwickelt, dessen Folgen noch nicht absehbar sind. Unter anderem schloss Murdoch das Boulevardblatt “News Of The World“, nachdem bekanntwurde, dass dessen Journalisten massiv an illegalen Abhöraktionen beteiligt gewesen sein sollen. An der Affäre zerbrach auch das Gebot für den restlichen Anteil an dem bereits von der News Corp. kontrollierten Sender BSkyB. Beides könnte im laufenden Quartal auf die Zahlen drücken. Zuletzt wurden auch Firmenpatriarch Murdoch und sein Sohn James zunehmend unter Druck gesehen.

Murdoch übte sich bei Vorlage der Quartalszahlen in Zuversicht. Der Abhörskandal habe keine finanziellen Folgen für das restliche Geschäft der Gruppe gehabt, betonte er. Der Konzern sei derzeit außerordentlich stark. Zur News Corp. gehören neben dem Zeitungsgeschäft mit Flaggschiffen wie der Londoner “Times“ und dem Wirtschaftsblatt “Wall Street Journal“ unter anderem auch das Hollywood-Studio 20th Century Fox und die Fernsehsenderkette Fox. In Deutschland kontrolliert die News Corp. den mit Problemen kämpfenden Bezahlsender Sky.

Der Konzern verdiente im Schlussquartal des Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahres mit 683 Millionen Dollar knapp 22 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Ein Hauptgrund waren Kosten von 254 Millionen Dollar, die auf den günstigen Verkauf des einst weltgrößten Online-Netzwerks MySpace zurückgehen. Der Quartalsumsatz rückte auf 8,96 Milliarden Dollar vor nach 8,11 Milliarden im Vorjahresquartal.

Im Schlussquartal fielen Umsatz und Ergebnis besser aus als am Markt erwartet, die Aktie erholte sich nachbörslich um 1,75 Prozent. Im regulären Handel hatte sie zuvor knapp 4,7 Prozent verloren. Wegen des Abhörskandals hatte das Papier in den vergangenen Wochen mehr als ein Fünftel seines Wert verloren.

Das Kabel-TV-Geschäft verbuchte wieder einmal ein deutliches Geschäftsplus, während bei den Hollywood-Studios auf das gesamte Geschäftsjahr gesehen die aktuellen Filme nicht mit dem Erfolg des 3D-Hits “Avatar“ mithalten konnten. Auch bei den Zeitungen lief es dank höherer Werbeeinnahmen besser.

dpa

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