Musical, Museum, U-Bahn: Wo Ältere weniger zahlen müssen

- Die Wenigsten freuen sich, wenn sie in ein Alter kommen, in dem sie zur Gruppe der Senioren zählen. Dabei bietet dieser Status einige finanzielle Vorteile: Denn Verbrauchern in den besten Jahren winken zahlreiche Ermäßigungen in bayerischen Museen, Theatern oder Verkehrsmitteln - auch wenn sie sich gar nicht alt fühlen.

Es gibt keine Liste, in der sämtliche Ermäßigungen für Ältere im Freistaat aufgeführt sind. "Dafür werden die Vergünstigungen zu regional angeboten", sagt Petra Blessing von der Landesseniorenvertretung Bayern in Aichach. Nach der Beobachtung des Vorsitzenden der Seniorenvertretung, Walter Vogelgsang, werden es aber immer mehr: "Viele haben erkannt, dass Senioren viel Geld bringen, und locken nun mit Vergünstigungen."

Allerdings werden die Preisvorteile nicht einheitlich gewährt: Mal kommen Rentner in den Genuss vergünstigter Entgelte, mal Senioren ab 65, 63 oder sogar 60 Jahren. Am sinnvollsten ist es deshalb immer an Kassen und Servicestellen nach Vergünstigungen zu fragen. Es lohnt sich auf jeden Fall, sagt der Vorsitzende der Seniorenvertretung Vogelsang. "Da kommt einiges zusammen."

Theater & Konzert

 Das Deutsche Theater in München beispielsweise ver-  gibt ein bestimmtes Kontingent ermäßigter Karten unter anderem an Rentner -allerdings nur, wenn die Vorstellung eine halbe Stunde vor Beginn noch nicht ausverkauft ist. Für andere Münchener Bühnen wie Residenz-, Marstalltheater oder das Theater im Haus der Kunst müssen Rentner ebenso tief in die Tasche greifen wie die übrigen Erwachsenen. 

Museen

Sehr oft verbilligen Museen im Freistaat den Eintritt für Ältere. Das Deutsche Museum in München etwa verlangt von Rentnern und Pensionisten mit gültigem Ausweis 7 Euro für den Eintritt, das sind immerhin 1,50 Euro  weniger als der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene. Ermäßigten Eintritt erhalten Senioren unter anderem auch im Alpinen Museum, im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum und in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung -jeweils in München.

Bahn, Bus, Tram

Richtig lohnt sich der Rentnerstatus für diejenigen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen: Während der Münchener MVV die Monatskarte für das gesamte Netz zum regulären Preis von 158 Euro verkauft, können Senioren ab 60 Jahren für 47,50 Euro monatlich U-und S-Bahnen im gesamten Netz benutzen -allerdings nicht zwischen 6 und 9 Uhr morgens.

Für Ältere, die regelmäßig weite Strecken ohne Auto zurücklegen, rentiert sich die Bahncard für Senioren, die für die zweite Klasse 103 Euro pro Jahr kostet und jede Zugfahrt um die Hälfte billiger macht. Selbst einige bayerische Bergbahnen vergünstigen ihre Fahrten für Senioren -wenn auch nicht um große Beträge. Die Einzelkarte der Taubensteinbahn am Spitzingsee kostet regulär 7,50 Euro, während Senioren ab 63 Jahren 7 Euro dafür bezahlen.

Fußball

 Großzügig zeigt sich auch der FC Bayern gegenüber Rentnern. Ab 65 Jahren zahlen sie lediglich die Hälfte des regulären Kartenpreises, der bei Fußballspielen zwischen 12 und 50 Euro liegt.

Schwimmbäder

 Zum Teil bieten auch Schwimmbäder ermäßigten Eintritt an, wie zum Beispiel das Olympiabad in München. Die großen Erlebnisbäder wie die Therme Erding oder das Alpamare in Bad Tölz verlangen von Senioren allerdings den vollen Preis.

Kino

Auch in den Kinos in München und Umgebung wird bei Rabatten für Senioren eher gespart. Anders in Aichach, wo ein Mal pro Monat ein speziell ausgewählter Film im Seniorenkino gezeigt wird. "Das Angebot wird sehr gut angenommen", sagt Blessing.

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