Musikbranche trotz Heimerfolgen im Abwärtssog

- Berlin - Die deutsche Musikbranche sieht trotz der Chart-Erfolge heimischer Bands wie "Tokio Hotel" und "Wir sind Helden" weiter kein Ende des langen Abwärtstrends. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr zum achten Mal in Folge und erreichte nach einem Minus von 4,6 Prozent noch 1,5 Milliarden Euro, wie die Phonoverbände mitteilten.

 Auch in diesem Jahr sei angesichts millionenfacher CD-Kopien "nicht mit einer wesentlichen Verbesserung zu rechnen", sagte Verbandschef Michael Haentjes. Der Musikverkauf per Internet hat sich mit mehr als 35 Millionen heruntergeladenen Titeln weiter etabliert.

Der Absatz klassischer Tonträger von der CD bis zur Musikkassette ging 2005 nochmals um zehn Prozent auf 158 Millionen Stück zurück, wie aus den Daten des Verbands hervorgeht, der 86 Prozent des Marktes abdeckt. Dabei wurden allein bei Album-CDs mit 123,7 Millionen Stück sieben Millionen Exemplare weniger verkauft als im Vorjahr. Auch bei Musik-DVDs flaute mit konstant knapp zehn Millionen Stück der zuletzt kräftige Aufwind ab.

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