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Schulden könnten Industriestaaten in die Insolvenz treiben, warnt Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer.

Muss unser Staat bald Insolvenz anmelden?

Frankfurt - Ein führender Experte der Deutschen Bank prophezeit dem Staat die Insolvenz. Schuld seien die Wirtschaftskrise und die stetig alternde Bevölkerung. Der Banker fordert Schadensbegrenzung.

Vor Staatsinsolvenzen in Industrieländern hat der neue Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer gewarnt. Spätestens ab dem kommenden Jahr müssten die Staaten beginnen, wieder schwarze Zahlen zu schreiben und neue Schulden zu vermeiden, mahnte Mayer im “Handelsblatt“-Interview.

“Tun die Industrieländer das nicht, droht ihnen über kurz oder lang die Insolvenz.“ Nicht nur die Folgewirkungen der Krise belasteten die Haushalte. “Hinzu kommt, dass bei der demografischen Entwicklung das, was wir lange für die Zukunft prognostizierten, so langsam zur Gegenwart wird.“

Die finanzielle Belastung durch die Alterung der Gesellschaft ließe sich nicht ausblenden: “Diese langfristigen Probleme müssen bei der Gestaltung der öffentlichen Finanzen berücksichtigt werden. Unzufriedenheit mit dem Wirtschaftswachstum darf kein Grund dafür sein, die Konsolidierung der Staatsfinanzen vor sich her zu schieben.“ Dies gelte zumindest, so lange das System nicht wieder in eine Existenzkrise gerate.

ap

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