HVB muss Westfalenbank zurückkaufen

- München - Angesichts einer Schieflage bei der Düsseldorfer Falke Bank muss die HypoVereinsbank ihre frühere Tochter Westfalenbank zurückkaufen. Auf diesem Weg solle die Fortführung des Geschäftsbetriebs der Bochumer Westfalenbank gesichert werden, teilte die HypoVereinsbank mit. Nach Angaben eines Sprechers steht die Falke Bank vor der stillen Liquidation.

Der HypoVereinsbank hätten ohne den Rückkauf der Westfalenbank finanzielle Ansprüche von Kunden des Instituts gedroht. Für den Rückkauf zahlt sie nun 115 Millionen Euro. Die Westfalenbank hat eine Bilanzsumme von 1,7 Milliarden Euro und etwa 250 Mitarbeiter. Die HVB hatte die Westfalenbank Anfang 2002 an die Falke Bank verkauft. Die Falke Bank zahlte damals laut Finanzkreisen 150 bis 160 Millionen Euro. Im Rahmen des Verkaufs gab die HypoVereinsbank damals eine branchenübliche Patronatserklärung für die bis dahin von ihr eingegangenen Engagements ab.

Aus dieser Zusicherung hätten sich nun Forderungen ergeben können. Zwar gab es keinen Automatismus für einen Rückkauf. Der HVB-Sprecher räumte aber ein: "Das ist keine strategische Entscheidung." Ein Sprecher der Falke Bank bestätigte die bevorstehende Liquidation nicht. Er verwies auf eine Aufsichtsratssitzung Anfang Juni. Nach Angaben aus Bankenkreisen hatte sich die Falke Bank mit der Übernahme der Westfalenbank übernommen. In Branchenkreisen wird damit gerechnet, dass die HVB die Westfalenbank bald verkaufen will. "Es gibt auch bereits Interessenten."

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