+
Der Angeklagte Nils D. steht am 20.01.2016 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) mit einem Aktenordner vor dem Gesicht im Gerichtsaal.

Düsseldorf

Mutmaßlicher Terrorist identifiziert IS-Camp vor Gericht

Düsseldorf - Auf dem Gelände westlich der syrischen Stadt Aleppo soll es laut dem mutmaßlichen Terroristen Nils D. aus Dinslaken nicht nur einen Trainingsparcours des IS geben, sondern auch einen Hinrichtungsplatz.

Dermutmaßliche IS-Terrorist Nils D. aus Dinslaken hat auf Luftbildern ein Ausbildungs-Camp der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) identifiziert. Auf dem Gelände westlich der syrischen Stadt Aleppo gebe es einen Trainingsparcours, einen Schieß- und einen Hinrichtungsplatz sowie mehrere Bunker, sagte der 25-Jährige am Donnerstag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Er selbst sei Zeuge einer Hinrichtung geworden.

Der Dinslakener hatte am Mittwoch gestanden, in Syrien zu der Terrormiliz gestoßen zu sein, bestritt aber, dies gezielt getan zu haben. Wenn sich seine Freunde der Freien Syrischen Armee angeschlossen hätten, wäre er dort gelandet. Die Bundesanwaltschaft wirft D. vor, in dem Bürgerkriegsland einer IS-Spezialeinheit angehört zu haben. Er soll Spione und Deserteure mit Waffengewalt festgenommen und Gefängnissen des IS zugeführt haben. D. drohen bis zu zehn Jahre Haft wegen Mitgliedschaft in der Terrororganisation.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
Agrarminister Schmidt nutzt die Bühne der Grünen Woche, um sein Tierwohl-Label vorzustellen. Es soll den Tieren, aber auch Bauern und Fleischkonsumenten helfen. Doch …
Minister: Neues Tierwohl-Siegel nicht zum Nulltarif zu haben
WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
Berlin - Erst kostenloses Internet, bald auch Spielfilme. Die Bahn löst Versprechen für mehr Komfort beim Reisen ein - bisher aber vor allem im ICE. Jetzt muss der …
WLAN im Zug gefordert - Bahn verspricht stabilere Telefonate 
Markenrechte von Schlecker sollen verkauft werden
Düsseldorf - Schlecker will seine Markenrechte verkaufen. Das Insolvenzverfahren der Drogeriekette läuft noch. Die Verhandlungen dürften noch ein paar Jahre in Anspruch …
Markenrechte von Schlecker sollen verkauft werden
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos
In Davos wirbt Premierministerin May für Großbritannien als Wirtschaftsstandort mit guten Handelsbeziehungen in alle Welt. Doch für ihren Brexit-Kurs gibt es auch …
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos

Kommentare