+
Bayer und Monsanto.

"Vertrieb schädlicher Substanzen"

Nach Anzeige gegen Bayer: Ermittlungen wegen Glyphosat in Honig

Nach einer Anzeige französischer Imker gegen Bayer wegen Glyphosat-Rückständen in Honig hat die Justiz vorläufige Ermittlungen eingeleitet.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Lyon lautet auf "Vertrieb schädlicher Substanzen", wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch von Seiten der Ermittler erfuhr. Allerdings richten sich die Ermittlungen demnach nicht unmittelbar gegen den deutschen Chemiekonzern.

Ein Imker-Verband aus dem Verwaltungsbezirk Aisne im Nordosten Frankreichs hatte Anzeige gegen Bayer erstattet, da der Honig wegen Glyphosat-Spuren unverkäuflich sei. Glyphosat ist der Hauptbestandteil des Unkrautvernichters Roundup. Das Produkt gehört zu Bayer, seit der Leverkusener Konzern Anfang Juni den US-Saatguthersteller Monsanto übernommen hat. Die Imker vermuten, dass der Honig durch den Einsatz von Roundup auf benachbarten Feldern verunreinigt wurde.

Lesen Sie auch: Ist Glyphosat schuld? Krebskranker verklagt Monsanto

Der Anwalt des Imkerverbandes äußerte sich zufrieden über die vorläufigen Ermittlungen. Durch Glyphosat sei "die Gesundheit der Bienen, aber auch die der Menschen" gefährdet, sagte er. Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) halten das Mittel für "wahrscheinlich krebserregend". Behörden in Deutschland und der EU sehen hingegen keine Gesundheitsgefahr.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte im Herbst ein Glyphosat-Verbot angekündigt, nachdem die EU die Zulassung für fünf Jahre verlängert hatte. Es scheiterte aber Ende Mai in der Nationalversammlung.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax legt nach zögerlichem Start etwas zu
Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat nach einem verhaltenen Wochenstart zuletzt wieder etwas Fahrt aufgenommen.
Dax legt nach zögerlichem Start etwas zu
Ölpreise gesunken
Frankfurt/Singapur (dpa) - Die Ölpreise sind weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 74,89 US-Dollar …
Ölpreise gesunken
Dickes Lob für Aldi: Von dieser Neuigkeit sind die Kunden begeistert
Der Discounter Aldi ergreift eine Maßnahme die Kunden schon lange fordern - dementsprechend begeistert zeigen sie sich in den sozialen Netzwerken. 
Dickes Lob für Aldi: Von dieser Neuigkeit sind die Kunden begeistert
Abschied für immer: Aldi Süd schmeißt einen Klassiker raus
Die Filialen von Aldi Süd sollen zukünftig moderner aussehen, da wird auch vor Klassikern nicht halt gemacht. Ein Kunden-Liebling fliegt deshalb raus.
Abschied für immer: Aldi Süd schmeißt einen Klassiker raus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.