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Nach Festnahmen von pro-kurdischen Abgeordneten gibt es massive Proteste in Ankara.

Noch schwächer als nach Putschversuch

Nach Festnahmen bei Opposition: Türkische Währung auf Rekordtief

Istanbul - Die Festnahme von Oppositionspolitikern in der Türkei hat die Währung des Landes auf ein historisches Tief gedrückt.

Am Freitag mussten für einen Dollar 3,15 Lira bezahlt werden, so viel wie nie zuvor. Die türkische Währung war damit noch schwächer als nach dem gescheiterten Putschversuch Mitte Juli, der die Märkte ebenfalls heftig erschüttert hatte.

Die Lira ist bereits seit Wochen unter Druck. Investoren und Händler sorgen sich um das Wirtschaftswachstum und fürchten, das Streben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach einem Präsidialsystem könnte das Land weiter destabilisieren. Am Freitag sagten Analysten voraus, dass die türkische Währung auch in nächster Zeit schwach bleiben dürfte.

Die türkische Polizei hatte in der Nacht zum Freitag bei koordinierten Razzien die Chefs und mehrere weitere Politiker der prokurdischen Oppositionspartei HDP festgenommen. Unter den Festgenommenen waren die beiden Parteivorsitzenden Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag sowie mehrere Parlamentsabgeordnete der HDP, wie die Nachrichtenagentur Anadolu und weitere Medien berichteten. Erst am Montag hatte das Vorgehen der türkischen Polizei gegen die regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" international für Empörung gesorgt.

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