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Ein Neuland-Rinderbetrieb in Brandenburg: Nach einem Skandal um falsch etikettiertes Fleisch will der Neuland-Verein Konsequenzen ziehen. Foto: Jens Büttner/Archiv

Nach Fleisch-Skandal: Neuland stellt sich neu auf

Berlin (dpa) - Nach einem Skandal um falsch etikettiertes Fleisch will der Neuland-Verein mit strengeren Kontrollen und einer personellen Neuaufstellung Konsequenzen ziehen. Neuland kündigte an, dass es bei Mitgliedsbetrieben künftig mindestens einmal pro Jahr unangemeldete Kontrollen geben werde.

Zudem soll der Warenfluss stärker überwacht werden. Es habe 2014 zwei schwere Betrugsfälle gegeben, sagte der scheidende Geschäftsführer des Vereins, Jochen Dettmer mit Blick auf eine Vertriebsgesellschaft in Baden-Württemberg und einen Fall in Niedersachsen, wo ein Landwirt jahrelang konventionell gehaltene Mastvögel eingekauft, geschlachtet und als Neuland-Geflügel verkauft haben soll.

Unter dem Neuland-Siegel darf aber nur Fleisch aus tiergerechter und umweltschonender Haltung angeboten werden, das im Handel entsprechend teurer ist. "Das Projekt Neuland lebt zentral von seiner Glaubwürdigkeit", betonte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Hubert Weiger. Es sei eine wichtige Alternative zu Fleisch aus konventioneller Haltung.

Zusammen mit dem Präsidenten des Tierschutzbundes, Thomas Schröder, und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Martin Schulz, will Weiger auch den neuen Vorstand des Neuland-Vereins bilden. Die drei Verbände tragen den Verein. Zur Zeit gehören rund 150 Betriebe dem Neuland-Verbund an. Zuletzt gab es nach Angaben Dettmers 20 Millionen Euro Umsatz - wie hoch die Einbußen sind, wurde nicht beziffert.

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