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Firmensitz des fränkischen Fernseh- und Blitzgeräte-Herstellers Metz: Voraussichtlich 110 Stellen werden gestrichen. 

Restrukturierungsprogramm

Nach Insolvenz: Metz-Sanierung kostet 110 Jobs 

Zirndorf/Fürth - Zahlreiche Stellen gehen verloren - ansonsten zeigt sich Insolvenzverwalter Joachim Exner aber optimistisch, den traditionsreichen TV-Geräte-Hersteller Metz retten zu können. Es gebe eine ganze Reihe von Übernahme-Interessenten.

Die Restrukturierung des insolventen TV-Geräteherstellers Metz wird voraussichtlich 110 der 540 Beschäftigten den Job kosten. Das sehe das Restrukturierungsprogramm vor, das der Gläubigerausschuss einstimmig gebilligt habe, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Joachim Exner am Dienstag mit. Die vom Stellenabbau betroffenen Beschäftigten des Zirndorfer Traditionsunternehmens sollen für ein halbes Jahr bei fortlaufender Bezahlung in einer Transfergesellschaft unterkommen.

Mit dem Restrukturierungskonzept seien die „Voraussetzungen geschaffen worden, um einen Investor zu finden, der Metz wieder eine langfristige Perspektive bietet“, sagte Exner. Die Zahl der Interessenten liege im zweistelligen Bereich. „Bereits zum jetzigen Zeitzpunkt ist das vorlegende Interesse ermutigend“, sagte er. Der Geschäftsbetrieb sei nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens weitergelaufen. “Die Umsätze und die Ergebnisse liegen über Plan“, unterstrich Exner.

Nach der Einigung mit den Banken und den Gläubigern zeigte sich Exner zuversichtlich, in den nächsten Tagen auch mit der IG Metall zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Exner dringt darauf, den Ende 2014 ausgelaufen Sanierungstarifvertrag von Februar an wieder aufleben zu lassen. Er sieht unter anderem einen vorübergehenden Verzicht der Metz-Beschäftigten auf das Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie auf die 2012 ausgehandelten Lohn- und Gehaltserhöhungen vor. Exner geht bisher davon aus, dass die Metz-TV-Produktion auch nach erfolgreicher Übernahme weiter in Deutschland bleibt.

dpa

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