Nach Japan-Debakel Schrempp in China

- Stuttgart - Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp wird nach dem Ausstieg beim japanischen Partner Mitsubishi seinen Posten nicht aufgeben. Medienberichte, wonach der Aufsichtsrat am Donnerstag (29. April) auch über Schrempps Zukunft beraten würde, wurden aus Konzernkreisen dementiert. Dies entbehre jeder Grundlage, hieß es.

<P>Die Aufsichtsratssitzung sei seit Wochen anberaumt, um die Geschäftszahlen des 1. Quartals zu diskutieren. Der Vertrag Schrempps war erst Anfang April für drei Jahre bis 2008 verlängert worden.<BR><BR>Schrempp hielt sich am Wochenende zu einem seit Monaten anberaumten Treffen eines internationalen Beratergremiums des Konzerns in China auf. Daimler-Chrysler hatte am vergangenen Freitag überraschend den Ausstieg bei dem angeschlagenen japanischen Autobauer Mitsubishi Motors angekündigt. Dies wurde allgemein als ein herber Rückschlag für Schrempps Vision einer "Welt-AG" gewertet.<BR><BR>Nach Meinung von Ulrich Hocker, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), ist Schrempp "stark angeschlagen". Dem "Tagesspiegel am Sonntag" sagte Hocker, der Rückzug von Mitsubishi sei das Ende von Schrempps Vision, einen Weltkonzern zu schmieden.<BR><BR>In China sei es jetzt auch um das seit längerem geplante Joint Venture mit der Beijing Automotive Industry Company (BAIC) zur Fertigung von C- und E-Klasse-Pkw von Mercedes-Benz gegangen. Hier hatte der koreanische Autobauer Hyundai Einspruch erhoben, weil er Exklusivrechte mit BAIC verletzt sieht. Nach Angaben der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" sei die Verstimmung zwischen Hyundai und Daimler-Chrysler aber nicht so groß wie gedacht. Denn es habe ein unerwartetes Hilfsangebot aus Seoul gegeben.<BR><BR>Nach Informationen der Zeitung hat die Hyundai Motors Corp. ihrem deutschen Großaktionär Daimler-Chrysler (10 %) eine engere Zusammenarbeit im Personenwagenbereich angeboten.<BR><BR></P><P><BR> </P>

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