Nach OPEC-Vereinbarung: Ölpreise steigen

- London/Kairo - Die Ölpreise haben sich nach der angekündigten Senkung der Fördermengen durch die OPEC-Länder weiter verteuert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am frühen Nachmittag 40,50 Dollar und damit 69 Cent mehr als bei Handelsschluss am Vortag. US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 52 Cent auf 43,05 Dollar.

 Die elf Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) haben sich algerischen Angaben zufolge auf eine Kürzung ihrer Überproduktion um eine Million Barrel pro Tag ab Januar 2005 verständigt, sagte der algerische Energieminister Chakib Khalil am Rande der OPEC-Konferenz in Kairo. Eine offizielle Bestätigung liegt noch nicht vor. Sie werde in der Regel erst mit mehreren Stunden Verspätung veröffentlicht, sagten Händler.<BR>Die offizielle Förderquote des Ölkartells beträgt 27 Millionen Barrel pro Tag. Sie wird jedoch seit Monaten um mehr als eine Million Barrel übertroffen, um die hohen Ölpreise zu dämpfen. Da sich die Ölpreise inzwischen deutlich von ihren im Oktober erreichten Rekordniveaus entfernt haben, drängten OPEC-Staaten wie Saudi-Arabien auf eine Einhaltung der Fördermenge.<BR><BR>Die Ölförderung übersteige inzwischen die Nachfrage und habe damit den Preisrückgang ausgelöst, sagte Ölminister Ali al-Nuaimi der Zeitung "Al-Hayat". Gleichzeitig seien die Lagerbestände wieder gestiegen. "Unsere Sorge ist, dass der Wiederaufbau der Lagervorräte ein Niveau erreicht hat, das sich negativ auf die Preise auswirken wird", sagte der Minister. "Deshalb müssen wir präventive Maßnahmen unternehmen, um die auf eine Million Barrel geschätzte Überproduktion wieder aufzufangen."<BR><BR>Die OPEC senkt oder steigert ihre Förderung, um den Ölpreis innerhalb der festgelegten Preisspanne zu halten. OPEC-Öl kostet nach einem Höchststand von mehr als 46 Dollar inzwischen rund 34 Dollar je Barrel.

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