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Nach Rechenfehler: Deutsche Schuldenlast sinkt um 56 Milliarden

München - Weil die Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate die Berechnung ihrer Verbindlichkeiten korrigiert hat, verändert sich der detusche Schuldenberg drastisch.

Weil die sogenannte Bad Bank der verstaatlichten Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) die Berechnung ihrer Verbindlichkeiten korrigiert hat, lasten auf der Bundesrepublik schlagartig rund 56 Milliarden Euro weniger Schulden. Ein Sprecher der “Bad Bank“, die unter dem Namen FMS Wertmanagement firmiert, bestätigte am Freitag in München einen entsprechenden Bericht des Online-Magazins “stern.de“. Demnach werden die Barsicherheiten für Finanzderivate nicht mehr wie bisher aufaddiert, sondern saldiert in den entsprechenden Bilanzposten ausgewiesen.

Die FMS hatte bereits rückwirkend ihre Bilanz für 2010 korrigiert und 24,5 Milliarden weniger Schulden ausgewiesen als zuvor genannt. Im Halbjahresbericht für 2011 informiert sie, dass die Bilanzsumme zum 30. Juni insgesamt 301,8 Milliarden Euro betrage - anstatt wie ursprünglich 357,8 Milliarden Euro.

Weil die Verbindlichkeiten der FMS in die Berechnung der deutschen Staatsschulden gemäß EU-Vertrag einfließen, hat die Bundesregierung die überarbeiteten FMS-Zahlen für 2010 laut “stern.de“ auch an Eurostat gemeldet. Die EU-Statistikbehörde veröffentlichte vergangene Woche eine neue Übersicht der Defizite und Schulden in den Mitgliedsstaaten und erwähnte auch “Revisionen“ für Deutschland wegen der FMS Wertmanagement.

Allerdings könnte sich die Verringerung der Schulden im Zuge der Neuberechnung schnell wieder erübrigen: Der beabsichtigte Schuldenschnitt für Griechenland könnte den deutschen Steuerzahler weitere Milliarden kosten. Wie hart der beschlossene Schuldenschnitt für das angeschlagene Land die FMS Wertmanagement treffen wird, ist noch offen.

dpa

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