Nach Rekordgewinn: BMW plant zwei weitere Modellreihen

- München - Es kam nicht ganz unerwartet. BMW hat wieder einmal das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte abgeschlossen. Davon profitieren nicht nur die Aktionäre durch eine höhere Dividende. Auch die Mitarbeiter werden bei BMW regelmäßig und üppig am Erfolg beteiligt. Wie die entsprechende Prämie aussieht, wird aber noch ausgerechnet.

<P>Die Aktionäre dagegen können sich schon auf ein Plus von knapp sieben Prozent freuen. Die Dividende steigt um 6,9 Prozent (Vorzüge 6,7 Prozent) auf 62 (64) Cent. Dies hat der Vorstand ebenso vorgeschlagen wie ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals, um das Kapital herabzusetzen.<BR><BR>Vier Jahre nachdem der Jahresüberschuss erstmals die Milliardengrenze übersprungen hatte konnte BMW 2004 mehr als das Doppelte verdienen: 2,222 Milliarden Euro wurden nach Steuern als Gewinn verbucht - 14,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Weil der Gewinn schneller stieg als der Umsatz (44,335 Milliarden Euro - plus 6,8 Prozent), erhöhte sich auch die Umsatzrendite von 7,7 auf 8,0 Prozent.<BR><BR>"Wir sind in den vergangenen Jahren mit unserer Fahrzeugpalette, Marktpräsenz und Finanzkraft in eine neue Größenordnung gewachsen und damit stärker als je zuvor", sagt der Vorstandsvorsitzende Helmut Panke.<BR>Nach den neuen Modellen des Vorjahres, dem kompakten 1er, dem sportlichen 6er und dem geländegängigen X 3 sowie Variationen bestehender Modellreihen will BMW auch bei der Modellpolitik in neues Terrain vorstoßen. Das Thema Van - ein Wort, das bei BMW gemieden wird - nimmt Gestalt an. Auch wenn Details noch verschwiegen werden, dürfte das "raumfunktionale Konzept" auf einer der bestehenden Limousinen-Reihen aufbauen (als wahrscheinlich gelten unter Fachleuten 1er oder 3er), weil es mit diesen im deutschen Werksverbund Dingolfing, München, Regensburg, Leipzig montiert werden soll.<BR><BR>Die zweite Reihe ist noch etwas geheimnisvoll. Allradantrieb und hohe Sitzposition, kündigt BMW an, doch das Auto soll die Fahreigenschaften eines sportlichen PKW haben und die Anmutung eines Coupé´s. Wie so etwas aussehen kann, dafür gibt es im derzeitigen BMW-Modellprogramm keine Anhaltspunkte. Diese liefern aber Studien, die der Konzern bereits in der Vergangenheit auf der Detroit Motor-Show gezeigt hat. So fehlte bei einer Studie zum späteren X3, die B-Säule, die hinter der Fahrertür für Stabilität sorgt. Beim Serien-X3 war sie wieder da. Denn der Verzicht wird durch massive Verstärkungen im Bereich des Fahrzeugbodens ermöglicht und war mit der Länge des X3 und den Anforderungen an ein Geländefahrzeug nicht vereinbar.<BR><BR>Doch nun dürften die Coupé-typischen durchgehenden Seitenfenster doch noch realisiert werden. Gebaut werden soll dieses Modell übrigens in Spartanbur. Das amerikanische Werk würde dadurch mit seiner Modellvielfalt und der möglichen Stückzahl zum zweitwichtigsten im BMW-Konzern hinter Dingolfing aufrücken.</P>

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