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VW-Chef Martin Winterkorn ist zurückgetreten.

VW-Chef machen Verfehlungen "fassungslos"

Rücktritt: Winterkorn sieht bei sich kein Fehlverhalten

Wolfsburg - VW-Chef Martin Winterkorn übernimmt mit seinem Rücktritt die Verantwortung für den Abgas-Skandal in den USA, eines Fehlverhaltens ist er sich nach eigener Aussage aber nicht bewusst.

„Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen Konzern möglich waren“, heißt es in einer Erklärung Winterkorns. "Volkswagen braucht einen Neuanfang - auch personell." Mit seinem Rücktritt mache er den Weg dafür frei.

Als Vorstandschef übernehme er die Verantwortung für die bekanntgewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren. Er habe daher den Aufsichtsrat gebeten, mit ihm eine Vereinbarung zur Beendigung seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns zu treffen. „Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin“, erklärte Winterkorn.

"Mein Antrieb war es immer, dem Unternehmen, vor allem unseren Kunden und Mitarbeitern zu dienen. Volkswagen war, ist und bleibt mein Leben", fügte er hinzu. "Der eingeschlagene Weg der Aufklärung und Transparenz muss weitergehen. Nur so kann wieder Vertrauen entstehen. Ich bin überzeugt, dass der Volkswagen Konzern und seine Mannschaft diese schwere Krise bewältigen werden.“

Winterkorn-Nachfolge wird nicht vor Freitag entschieden

Der Konzern hatte am Mittwoch nach einer Krisensitzung der obersten Aufseher in Wolfsburg den Rücktritt Winterkorns bekanntgegeben. Der 68-Jährige war durch den Abgas-Skandal in den USA in Bedrängnis gekommen. Der Volkswagen-Aufsichtsrat wird nicht vor Freitag über die Nachfolge Martin Winterkorns entscheiden. Das sagte der Vorsitzende des Gremiums, Berthold Huber, am Mittwoch in Wolfsburg.

Der Konzern hat zugegeben, die Abgaswerte von Fahrzeugen in den USA manipuliert zu haben. Mittels einer Software wurde der Schadstoffausstoß nur bei offiziellen Tests vollständig kontrolliert, nicht aber beim normalen Betrieb der Autos. Die Dieselfahrzeuge stießen folglich im regulären Straßenverkehr mehr Stickoxide aus als erlaubt. Stickoxide werden als gesundheitsschädlich eingestuft und können zu Atemwegserkrankungen führen. Am Dienstag hatte VW bekanntgegeben, dass die Software in weltweit rund elf Millionen Fahrzeugen steckt.

AFP/dpa

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